Bereits seit 2015 überprüft die Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft gemeinsam mit Otto Dörner, wie und in welchen Mengen sich Porenbetonreste aus Abbruchmaßnahmen oder gemischten Bauabfällen für die erneute Porenbetonproduktion wiederverwenden lassen. Das langfristige Ziel des Baustoff-Herstellers ist ein geschlossener Recyclingkreislauf für Porenbeton.
Das Material wurde direkt nach dem Abladen auf dem Werksgelände durch Tom Völker, Werksleiter des Werkes Wedel, und Dr. Oliver Kreft von der Xella Technologie und Forschungsgesellschaft in Augenschein genommen, nach Freigabe in den Werksbrecher überführt, dort zu Porenbetonmehl (0-1 Millimeter) gebrochen und anschließend als Rohstoff in die Produktion geleitet.
„Aus unserer Sicht ist die Wiederverwendung des Porenbetons für die erneute Herstellung des Ausgangsproduktes gelebte Kreislaufwirtschaft. Hier wird der Grundgedanke des gleichnamigen Gesetzes ausgeführt“, erklärt Beate Weiß, Stoffstrommanagement und Projektbetreuung bei Otto Dörner. „Bei immer knapper werdendem Deponieraum ist es absolut sinnvoll, diesen zu schonen und wertvollen Porenbeton nicht weiter einfach nur endgültig abzulagern, wie es momentan noch gängige Praxis ist“, betont Cora Sapieha, Leiterin des Stoffstrommanagements bei Otto Dörner Entsorgung. Dr. Kreft ergänzt: „Angesichts der Tatsache, dass rund 90 Prozent aller in Deutschland abgebauten mineralischen Rohstoffe für die Herstellung von Baustoffen eingesetzt werden, hat das Thema Recycling für uns eine hohe Priorität.“
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Industrie 2018-10-08T22:30:00Z Porenbeton recyceln
zuletzt editiert am 12. August 2020