Über eine bisher erfreuliche geschäftliche Entwicklung im Wohndachfenstermarkt in Deutschland und Europa für 2019 konnte Christoph Hugenberg (r.), Vorsitzender der Geschäftsführung des Wohndach-Produzenten, in Bad Mergentheim auf einer Pressekonferenz berichten. Foto: Redaktion/ts (Quelle: Redaktion/ts)

Industrie 2019-11-14T08:24:08Z Moderates Wachstum im Wohndachfenstermarkt für Roto

In einem insgesamt schwierigen Marktumfeld konnte die Roto Gruppe mit ihrer Division Dachsysteme-Technologie (DST) eine „erfreuliche Firmenkonjunktur“ verzeichnen, sagte Christoph Hugenberg am 12. November auf einer Fachpressekonferenz. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung des Wohndachfenster-Produzenten an dessen Hauptstandort in Bad Mergentheim dazu weiter ausführte, erzielte die Division per Ende September für Deutschland und damit für den nach wie vor mit Abstand wichtigsten Markt ein „gutes einstelliges Umsatzplus“, das unter anderem einem „optimierten Produktmix“ zu verdanken sei. Auch mit dem bisherigen Abschneiden in Europa zeigte sich Hugenberg zufrieden. Besonders die stabile Geschäftsentwicklung in Westeuropa sei bemerkenswert, führte er aus, „weil wir uns aus Großbritannien zurückgezogen haben“. Diese mit einem bewussten Umsatzverzicht verbundene Entscheidung war, wie es vor Ort hieß, nicht durch den Brexit, sondern durch den aggressiven Online-Vertrieb und die daraus resultierende Abkehr vom professionellen Fenstereinbau in Großbritannien motiviert.
„Nun gilt es, das bisher Erreichte im vierten Quartal zu stabilisieren und vielleicht sogar noch weiter zu verbessern“, sagte Hugenberg.
Auf Gruppenebene weniger Wachstum als geplant
Auf Gruppenebene schlägt sich Roto in 2019 mit seinen insgesamt drei Divisionen nach eigener Einschätzung bisher gut und erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres ein leichtes Umsatzplus. Per 30. September steht ein um knapp 1 Prozent gestiegener Gesamtumsatz von 509,4 Millionen Euro zu Buche. Da der Bauzulieferer für das vierte Quartal keine generellen Änderungen mehr erwartet, werde es für das Gesamtjahr voraussichtlich bei dem Umsatzplus von einem 1 Prozent bleiben und in Summe einen Gruppenumsatz von 668 Millionen Euro erzielen. Die ursprünglich für das laufende Geschäftsjahr geplante Wachstumsrate von 3 bis 5 Prozent wurde damit deutlich unterschritten. Wie es dazu auf der Pressekonferenz hieß, beruhe das geringere Wachstum in erster Linie auf den politisch bedingten Marktrückgängen in der Division Fenster- und Türtechnologie.
Die BaustoffMarkt-Redaktion war vor Ort und berichtet demnächst ausführlich.

zuletzt editiert am 12. August 2020
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