Eine sinkende Neubauquote und eine schlechte Auftragslage in der Sanierung sorgen laut Branchenradar.com Marktanalyse am deutschen Markt für Dachmaterial auch 2020 für ein Umsatzminus. Quelle: Pixabay

Industrie

30. November 2020 | Teilen auf:

Markt für Dachmaterial rückläufig

Auch im laufenden Jahr erweist sich der Umsatz mit Dachmaterial für geneigte Dächer rückläufig, so aktuelle Daten einer Marktstudie zu Dachmaterial des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse. Demnach sinken die Herstellererlöse voraussichtlich um knapp ein Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 946 Millionen Euro. Die Kontraktion erfasse alle Dachmaterialien mit Ausnahme von Eindeckungen aus Metall, heißt es.

Die Ursachen seien leicht ausgemacht: Zum einen schrumpfe der Anteil von Steildächern bei neuerrichteten Gebäuden sowohl im kleinvolumigen Wohnbau wie auch im Geschoßwohnbau konstant. Zudem würden Dächer von Einfamilienhäusern vermehrt als Pultdächer ausgeführt, wodurch pro Gebäude weniger Dachmaterial benötigt werde als bei einem Sattel- oder Walmdach. Zum anderen verringere sich das Sanierungsvolumen Jahr für Jahr; nicht zuletzt, weil Fachkräfte für Dachsanierungen fehlen würden und die Handwerksbetriebe nicht in der Lage seien, die Personalressourcen aufzustocken. Infolge erhöhen sich der Marktforscher zufolge die Preise für Dachneueindeckungen überproportional, wobei die zumeist nachträgliche Einbringung von Dämmungen die Sanierungskosten zusätzlich treiben würden.

Für die beiden kommenden Jahre gehen die Marktforscher von einem weiteren leichten Rückgang der Herstellererlöse aus.