Eine moderate Steigerung der Dachsanierungsquote bei Wohngebäuden von derzeit 1,3 auf zwei Prozent würde in der Nutzungsphase eine Reduktion um 49 Millionen Tonnen CO²- Äquivalente bis 2030 und 94 Millionen Tonnen bis 2050 bewirken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz FIW München. "In der Dachsanierung schlummert ein enormes energetisches, wirtschafts- und beschäftigungspolitisches Potenzial, das wir heute schon nutzen müssen", sagt Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie.
Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern, die knapp zwei Drittel der Wohngebäude abdecken, verfügen laut der Studie vier Millionen Dächer nur über den Mindestwärmeschutz oder sind gleich ganz ungedämmt. Das entspreche circa 600 Millionen Quadratmeter Dachfläche. Weitere 6,5 Millionen Dächer genügten nur den energetischen Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1977 beziehungsweise 1984, was circa einer Milliarde Quadratmeter Dachfläche entspreche. Insgesamt weise jedes zweite Wohngebäude in Deutschland einen unzureichenden Wärmeschutz auf, heißt es dazu.

Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband Ziegel, fordert die Anhebung der Dachsanierungsquote auf zwei Prozent. Foto: Bundesverband Ziegel/Christoph Große
Industrie 2018-10-15T12:01:19Z Laut FIW-Studie sind zehn Millionen Dächer sanierungsbedürftig
zuletzt editiert am 12. August 2020