Katharina Metzger Quelle: BDB

Köpfe & Personalien

09. October 2020 | Teilen auf:

Katharina Metzger neue Präsidentin beim BDB

Während einer außerordentlichen Präsidiumssitzung in Frankfurt hat das BDB-Präsidium gestern (8. Oktober) die 55-jährige Baustoff-Fachhändlerin aus Dortmund einstimmig als Nachfolgerin von Stefan Thurn gewählt, wie der Verband jetzt mitteilte. Die Wahl aus der Runde der Vizepräsidenten war satzungsgemäß notwendig geworden, nachdem Stefan Thurn Ende August überraschend nach kurzer schwerer Krankheit mit 57 Jahren verstorben war. Mit Katharina Metzger übernimmt erstmalig in der über 117-jährigen Verbandsgeschichte des Deutschen Baustoff-Fachhandels eine Frau das Ruder im Verband. Sie gehört dem BDB-Präsidium seit drei Jahren an, führt als geschäftsführende Gesellschafterin die Metzger-Gruppe in der zweiten Generation und ist seit 2017 Vorsitzende des Vereins „WIR für Ausbau und Trockenbau“, einer Organisation, die sich die Förderung der Trockenbauweise in Deutschland auf die Fahnen geschrieben hat. Überregional bekannt ist sie auch durch ihre langjährige Funktion als Sprecherin der Eurobaustoff Fachgruppe Trockenbau.

Katharina Metzger unterstrich in ihren ersten Gedanken nach der Wahl die besondere Situation des Verbandes, der nach einer zwölfjährigen Präsidentschaft von Stefan Thurn in Corona-Zeiten unversehens vor die Notwendigkeit gestellt wurde, sich neu zu sortieren. Thurn hatte mit der Reorganisation der Landesverbände zum Bundesverband und dem Start in Berlin eine grundlegende Neuausrichtung umgesetzt und inhaltlich mit den Themen Wohnungsbau, Wohneigentumsförderung und Insolvenzanfechtung maßgebliche Akzente in der berufsständischen Interessenvertretung gesetzt. Sie werde alles in ihren Kräften Stehende tun, um gemeinsam mit den Kollegen eine pragmatische Sicht in die Diskussion der Branchenthemen einzubringen. Eine Regulierungswut in Verordnungen und Papieren führe nicht automatisch zu besseren Rahmenbedingungen für die Baubranche oder einer lebenswerteren Umwelt.

Die Metzger-Gruppe hat Ihren Sitz in Dortmund und realisiert an elf Standorten mit 250 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 125 Millionen Euro, mit Kompetenzschwerpunkten in den Bereichen Trockenbau, Hoch-, Tief- und GaLabaustoffe. Als Marktgebiet wird der Raum nördlich der Main-Linie definiert, in dem die Niederlassungen des Unternehmens vorwiegend in Ballungsräumen liegen.