Trotz massiver Investitionen über mehrere Jahre in neue Technologien und Anlagen haben die Unternehmen der italienischen Fliesenindustrie im vergangenen Jahr ihren Wachstumskurs nicht weiter fortsetzen können. Dies gab der Verband Confindustria Ceramica anlässlich der Pressekonferenz Anfang Juni an seinem Hauptsitz in Sassuolo gegenüber den Fachjournalisten bekannt. Damit ging eine fünf Jahre währende Phase mit zum Teil beeindruckenden Umsatz- und Mengensteigerungen vorerst zu Ende.
Die 137 Unternehmen der italienischen Fliesenindustrie erwirtschafteten im Jahr 2018 einen Umsatz von 5,38 Milliarden Euro, so der Verbandspräsident Giovanni Savorani, der zusammen mit dem Direktor der Confindustria Ceramica, Armando Cafiero, die Zahlen vortrug und erläuterte. Der genannte Erlös lag um 3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Rückgänge betrafen sowohl das Exportgeschäft als auch den Absatz im Inland. Die Ausfuhren gingen um insgesamt 3,3 Prozent auf 4,547 Milliarden Euro zurück, während der Umsatz auf dem italienischen Markt bei einem leichten Rückgang von weniger als einem Prozent auf 834 Millionen Euro stagnierte.
Die Produktion fiel 2018 um 1,6 Prozent auf 415 Millionen Quadratmeter. Hiervon gingen 410,1 Millionen Quadratmeter (-2,8 Prozent) in den Absatz. Die Ausfuhren gaben hierbei in der Menge um 3,1 Prozent nach und beliefen sich auf 327,7 Millionen Quadratmeter. Auch die Bestellungen des italienischen Handels gingen zurück: auf rund 84,4 Millionen Quadratmeter oder 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr.
Industrie 2019-07-23T07:55:04Z Italiens Fliesenindustrie erholt sich langsam
zuletzt editiert am 12. August 2020