Industrie 2018-11-26T10:55:27Z Holz-Metall-Schaum für den Leichtbau

Das Ergebnis: Die gegensätzlichen Werkstoffe harmonieren perfekt. Der neuartige Materialmix zeichnet sich durch seine sehr guten dämmenden Eigenschaften und eine hohe Biegefestigkeit für den Leichtbau aus.
Nachhaltigkeit spielt heute bei der Entwicklung neuer Werkstoffe eine maßgebliche Rolle – im Fokus stehen vor allem die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und eine gute Wiederverwertbarkeit am Ende der Lebensdauer. Am Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI werden Holzschäume entwickelt, die zu 100 Prozent aus Holz bestehen. Durch die holzeigenen Bindungskräfte ist der Einsatz von synthetischen Klebstoffen nicht notwendig. Aus ökologischer Sicht eignen sich somit Holzschäume sehr gut für eine Vielzahl von Einsatzbereichen, etwa als Kernmaterial für Sandwich- und Leichtbauplatten, als Verpackungsmaterial oder als Wärme- und Schalldämmung.
Um die Einsatzmöglichkeiten von Holzschäumen zu erweitern, haben die Forscher der Fraunhofer-Institute unter der Leitung von Dr. Frauke Bunzel vom Fraunhofer WKI einen neuartigen Hybridwerkstoff entwickelt, der einen Eigenschaftsmix von Holzschaum und Metallschwamm aufweist: Das Ergebnis ist ein Holz-Metall-Schaum. Im Vorhaben erarbeitete das Forscherteam die Grundlagen für die Fertigung des Verbunds und ermittelte erste wesentliche Eigenschaften, sodass eine Einordnung des Materials in der Werkstofflandschaft möglich ist. Beispielsweise kann mit der Verstärkung des Holzschaums durch ein Metallskelett seine zuvor niedrige Biegefestigkeit deutlich erhöht werden. Im Falle des Holz-Metall-Schaums liegt die Verbundbiegefestigkeit sogar über den Biegefestigkeiten der Komponenten. „Damit bietet sich der ,HoMe‘-Schaum als Kernwerkstoff in Sandwichkons-truktionen oder aber als selbsttragendes Leichtbau-Halbzeug an“, erklärt Dr. Bunzel.

zuletzt editiert am 12. August 2020
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