Foto: Becher hat das Handwerk befragt. Foto: Becher

Fachhandel 2019-12-09T14:36:59Z Handwerksstudie zeigt Wünsche und Bedarf im Holzgeschäft

Während die Industrie die Digitalisierung weiter vorantreibt ist auch das Holzhandwerk unter Druck, sich moderner zu positionieren. Das hat die Studie "Becher fragt das Handwerk" ergeben, die im Auftrag des Holzgroßhändlers durchgeführt wurde. Die Herausforderungen beziehen sich dabei nicht nur auf das Handwerk allein, sondern umfassen die gesamte Lieferkette - bis in den Großhandel. So gilt die Lager- und Lieferverfügbarkeit für 79 Prozent der befragten 1.180 Betriebe als sehr wichtiges Kriterium für den Holzgroßhandel, neben der Erreichbarkeit: Für 75 Prozent ist es sehr wichtig, den Lieferanten dezentral und nahe zu haben.
"Unsere Kunden haben über die Jahre das eigene Lager reduziert und beziehen uns als Großhändler jetzt deutlich enger in die gesamte Lieferkette ein. Schnelle Lieferung ab Losgröße 1 oder auch erste Bearbeitungsschritte und die Lieferung an die Baustelle sind für uns selbstverständlich", sagt Michael Köngeter, Geschäftsführer von Becher. Dabei seien die Handwerksbetriebe immer öfter in der Verantwortung, komplette Konzepte umsetzen zu müssen.
Eine Zunahme verzeichnet der Fachhandel derweil auch bei der Ökologie: Der Verarbeiter und Architekt beschäftigt sich zunehmend mit Nachhaltigkeitszertifizierungen, und auch der Endkunde fragt immer häufiger nach besonders ressourcenschonenden Werkstoffen und legt vermehrt Wert auf ein gesundes Raumklima. Das bestätigt auch die Studie: 31 Prozent der Handwerksbetriebe bekommen Anforderungen an die ökologischen Eigenschaften der verwendeten Materialien als Vorgabe in Projekten. Das Internet ist dabei eine beliebte Wissensquelle für die Betriebe. 41 Prozent sehen es als sehr wichtig an, dass der Fachhandel online informiert.

zuletzt editiert am 12. August 2020
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