Industrie 2019-02-12T11:16:17Z Fliesenmarkt Italien

So fiel dem im Juni 2018 gewählten Präsidenten des Verbandes Confindustria Ceramica, Giovanni Savorani, die undankbare Aufgabe zu, der Tages- und Fachpresse die enttäuschende Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres zu erläutern. Dies geschah anhand der vorläufigen Daten zu Produktions- und Absatzmengen, die der italienische Verband traditionell vor der Weihnachtspause vorlegt. Konsolidierte Zahlen zu Umsatz und Volumina veröffentlicht die Confindustria Ceramica im darauffolgenden Sommer.
Die vorliegenden Zahlen gehen von einem Rückgang der Gesamtproduktion und des Absatzes im Jahr 2018 aus: Insgesamt seien von den italienischen Werken 410 Millionen Quadratmeter produziert und verkauft worden. Dies entspräche nach einem guten Vorjahr 2017 mit 422 Millionen Quadratmetern (+1,8 Prozent) einem Rückgang von ungefähr 2,7 Prozent. Die Exporte gaben um circa 3 Prozent von 338,2 Millionen Quadratmeter im Jahr 2017 (+1,9) auf 328 Millionen Quadratmeter nach. Auch der Inlandsabsatz rutschte um 3 Prozentpunkte ab.
Damit wird eine fünfjährige Phase sehr dynamischen Wachstums erst einmal unterbrochen: Seit 2013 konnten Italiens Fliesenhersteller den Mengenabsatz und die Umsätze Jahr für Jahr ausweiten. So verbesserte sich der Absatz zwischen dem Jahr 2013 und 2017 von 389 Millionen Quadratmeter um 8,5 Prozent auf 422 Millionen Quadratmeter im Jahr 2017. Die Umsätze stiegen in selben Zeitraum sogar um rund 17,4 Prozent von 4,725 auf 5,546 Milliarden Euro. Die Produktion der italienischen Werke im Ausland (Produktion 2017: 87 Millionen Quadratmeter/Umsatz: 862,1 Millionen Euro) ist hier nicht miteingerechnet. Die Expansion geht dabei vollständig auf das Konto der Ausfuhren, denn der italienische Inlandsmarkt konnte sich von den Einbrüchen nach der Finanzkrise nicht mehr erholen und erreichte im Jahr 2017 einen Wert von 842,4 Millionen Euro, nach seinem Spitzenwert von 1,6 Milliarden im Jahr 2007.

zuletzt editiert am 12. August 2020
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