Industrie 2020-05-06T12:39:44Z Etappen einer Pandemie im italienischen Bodenbelägemarkt

Das Corona-Virus kam in der letzten Februar-Woche in der italienischen Keramik-Welt von Sassuolo an. Zu diesem Zeitpunkt zirkulierte der Virus schon gut einen Monat im Stiefelland und die Regierung hatte bereits am 31.Januar den sechsmonatigen nationalen Notstand ausgerufen. Es war aber der Stopp des öffentlichen Lebens in der Nachbarregion Lombardei am 23.Februar, der die Fliesenunternehmen erste, individuelle Maßnahmen ergreifen ließ. Diese regelten in der Hauptsache die Zugangsbeschränkungen für Besucher und Restriktionen der Reisetätigkeit des Vertriebspersonals. In den sonst gut besuchten Restaurants war auch kurzfristig immer ein Tisch zu haben.
In dem Zeitraum zwischen Ende Februar und Anfang März begannen die Unternehmen damit, sich systematisch auf eine Weiterführung des Betriebs unter den Bedingungen einer sich ausbreitenden Epidemie vorzubereiten. Die Maßnahmen betrafen vor allem die Abstandregel von mindestens einem Meter zwischen den Mitarbeitern innerhalb der Arbeitsbereiche, aber auch in den Pausenzonen. Außentermine wurden, wenn überhaupt, nur einzeln wahrgenommen und wer konnte, sollte seinen Urlaub jetzt nehmen. Die Besetzung in den Büros wurde durch das beginnende Outsourcing ins Homeoffice ausgedünnt. Auch die Abläufe in der Logistik wurden neu durchleuchtet: Der direkte Kontakt zwischen den Fahrern der Speditionen und dem eigenen Personal wurde durch „Drive-in-Systeme“ minimiert oder ganz überflüssig gemacht.
Entscheidend für den weiteren Verlauf der Epidemie war die erste Märzwoche…

zuletzt editiert am 12. August 2020
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