Stefan Jungk, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie
Stefan Jungk, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie. Quelle: BVZi

Industrie

02. February 2021 | Teilen auf:

Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie mit neuer Struktur

Der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie (BVZi) hat seine Strukturen reformiert. So wurden die Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel (AMz) sowie das Ziegelzentrum Süd (ZZ Süd) zum 31. Dezember 2020 aufgelöst; deren Funktionen und Aufgabengebiete sind mit Beginn dieses Jahres auf den Bundesverband übergegangen. Dieser vertritt laut Mitteilung auch zukünftig die übergeordneten Themenfelder der gesamten Dach- und Mauerziegelindustrie. Anstelle der aufgelösten Vereine werde eine neue Fachgruppe Hintermauerziegel unter Vorsitz von Thomas Bader, geschäftsführender Gesellschafter der Leipfinger-Bader-Ziegelwerke, die Tätigkeiten in diesem Bereich koordinieren. Damit seien jetzt sämtliche Produktgruppen unter dem Dach des Verbandes zusammengefasst.

„Wir definieren unsere Rolle als wichtiger Akteur in einem tiefgreifenden Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität“, so Stefan Jungk, Präsident des BVZi, in seinem Statement zur Neuaufstellung. „Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln, um unser vielseitiges Potenzial als Industrie noch besser zu nutzen. Mehr Geschlossenheit, eine schlanke Struktur, die Bündelung von Aufgaben und deren zentrale Steuerung sichern langfristig sowohl die Marktposition von Ziegelprodukten als auch eine agile politische Interessenvertretung“.

Unter dem Dach der neuen Fachgruppe Hintermauerziegel wird nach Angaben des Verbands die Interessenvertretung für die Themen Anwendungstechnik und Normung, die vormals von der AMz ausgeübt wurde, im Bundesverband vereint. Daneben werde die Hochschularbeit im Bereich Architektur und Bauingenieurwesen durch die Übernahme der Tätigkeiten des ZZ Süd bundesweit ausgerichtet und von den Standorten München und Berlin aus bearbeitet. „Die Bandbreite der Themen, mit denen wir uns beschäftigen, reicht von energieeffizienten Prozessen bei der Herstellung über das CO2-Monitoring bis zur Wohngesundheit", so Bader.

2021 soll dem Verband zufolge unter anderem die Anwendungstechnik unterstützt, neue Forschungsansätze für moderne Gebäude aus Ziegelmauerwerk mit niedrigem Treibhauspotenzial (GWP) in der Errichtung und hohem Recyclingpotenzial entwickelt sowie der Ausbau Synergien auslösender Kooperationen vorangetrieben werden.