"Baustellen dürfen nicht geschlossen werden", sagt der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Reinhard Quast. Foto: Pixabay

Bauwirtschaft

24. March 2020 | Teilen auf:

Bauwirtschaft hält Baustellenbetrieb am Laufen

Die Bauwirtschaft unternehme derzeit alles, um deutschlandweit den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten, wie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mitteilt. "Zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie auch des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland ist es existentiell wichtig, neben dem Gesundheitsschutz, die Wirtschaft, wo immer möglich, am Laufen zu halten. Gerade die Bauwirtschaft ist mit ihrer dezentralen Struktur sehr gut geeignet, zu einer Stabilisierung der Volkswirtschaft beizutragen. Daher dürfen Baustellen nicht geschlossen werden", sagt der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Reinhard Quast. "Wenn einzelne Betriebe oder Baustellen unter Quarantäne gestellt werden, kann in anderen Regionen trotzdem gebaut werden. Dabei hilft auch die relativ starke Regionalität der Baustoffhersteller zur Versorgung der Baustellen. Die Bauwirtschaft ist vergleichsweise weniger von globalen Lieferketten abhängig."
Um den Baustellenbetrieb zu gewährleisten, müsse die öffentliche Hand - Bund, Länder oder Kommunen - stetig weitere Bauprojekte auf den Markt bringen. Gleichzeitig brauche es eine zügige Bezahlung erbrachter Bauleistungen, sowohl bei Abschlags- als auch Schlussrechnungen, so die Forderungen des Branchenverbandes. "Ohne entsprechende Liquidität können weder Materiallieferungen noch Löhne bezahlt werden. Daher ist es absolut notwendig, eine Störung des Bauablaufs durch den Corona-Virus als 'höhere Gewalt' einzustufen, um entsprechend Bauzeiten verlängern und Zahlungen nicht verweigern zu können," so Quast.