In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

25. January 2021 | Teilen auf:

Aufträge im Bauhauptgewerbe im Vorjahresvergleich gesunken

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im November 2020 saison- und kalenderbereinigt 2,0 Prozent höher als im Oktober 2020 ausgefallen. Im Vergleich zum November 2019 war der reale kalenderbereinigte Auftragseingang im November 2020 um 5,9 Prozent niedriger. In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent. 

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im November 2020 rund 6,9 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 Prozent weniger als im November 2019, in dem mit 7,1 Milliarden Euro der Höchststand für einen November verzeichnet wurde. In den ersten elf Monaten 2020 stiegen die nominalen Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozent.

"Wir sehen eine ähnliche Entwicklung wie bereits im Frühjahr des letzten Jahres während des ersten Lockdowns. Während der Umsatz um 7,1 Prozent gegenüber dem November 2019 zugelegt hat, verlor das Ordervolumen um 2,3 Prozent", kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, die veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung der Baukonjunktur im November. Die Daten gelten für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Diese zeigen dem Verband zufolge ein ambivalentes Bild: Die Auftragseingänge im Wirtschaftsbau geben deutlich nach - insgesamt um gut 14 Prozent, im Hochbau sogar um fast 20 Prozent. Demgegenüber bleibe die Nachfrage im Wohnungsbau intakt. Mit einem Plus von gut 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat halte das Tempo aus den Vormonaten weiter an. "Bei anhaltend hohen Baugenehmigungszahlen sind wir für den Wohnungsbau für die kommenden Monate gut ausgelastet. Anders im Wirtschaftsbau, auch hier sehen wir unsere Prognose bestätigt, die aber ein umgekehrtes Vorzeichen hat," so Pakleppa.