Sars-CoV-2. Foto: Pixabay

Fachhandel

29. May 2020 | Teilen auf:

Aktuelles zur Corona-Krise (Stand 29. Mai)

Wenn eine Frage in den letzten Wochen heiß diskutiert wurde, dann die Frage, ob und wenn ja, in welcher Form die nächsten Branchenmessen stattfinden werden. Während die Light + Building bereits Mitte Mai das Handtuch warf und die Nordbau Anfang der Woche nach Gesprächen mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium einen alternativen Entwurf präsentierte, hatte sich die Cersaie zuvor bereits für eine Verschiebung der Messe in den November entschieden. Die BAU in München will, wie in der Mai-Ausgabe berichtet, die Fachbeiratssitzung Ende Juni abwarten. Optimistisch zeigt sich dagegen weiter die GaLaBau in Nürnberg: „In den letzten Wochen haben wir intensiv an einem Hygiene- und Sicherheitskonzept für unsere Herbstmessen gearbeitet. Wir sind sehr optimistisch“, sagt Stefan Dittrich, Leiter der GaLaBau bei der Nürnberg Messe, zuletzt am 18. Mai in einer Pressemeldung der Messe.
Doch der Countdown läuft. Was also tun? Egal, wie man es dreht und wendet, es bleibt Stand heute ein hohes Maß an Unwägbarkeiten sowie eine ständige Anpassung an die aktuellen rechtlichen Voraussetzungen erforderlich und es wird für höhere Kosten auf allen Seiten bei weniger Besuchern sorgen. Daher kann es nur funktionieren, wenn Veranstalter und Aussteller sich einhundertprozentig einig sind und gemeinsam einen Versuch auf eine wieder bessere Zukunft wagen wollen. Dafür muss man sich allerdings von gewohnten Erwartungen an eine Messe verabschieden – auch die Besucher. Keine einfache, aber eine zeitnah notwendige Entscheidung.
Mit Blick auf die allgemeine Lage der deutschen Wirtschaft meldete das Ifo-Institut diese Woche, dass die Unternehmen im Schnitt eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage innerhalb von neun Monaten erwarten. Wie es in der aktuellen Konjunkturprognose weiter heißt, werde die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr wahrscheinlich um 6,6 Prozent schrumpfen und im kommenden Jahr von dem niedrigen Niveau aus dann um 10,2 Prozent wachsen. Grundlage ist die Auswertung der Ifo-Umfrage im Mai unter den Unternehmen. „Nach einem kräftigen Einbruch im zweiten Quartal 2020 um 12,4 Prozent dürfte sich damit die Konjunktur bis Mitte nächsten Jahres erholen. Erst dann werden wieder so viele Waren und Dienstleistungen produziert wie in einer Situation ohne Coronakrise“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der Konjunkturprognosen. Die Prognose hängt allerdings stark davon ab, wie schnell sich die Geschäftslage der Unternehmen wieder normalisiert. Im besten Fall geben die Unternehmen an, dass die Normalisierung im Schnitt nur fünf Monate dauern könnte. Dann würde die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr nur um 3,9 Prozent schrumpfen, und das Wachstum im nächsten Jahr läge bei 7,4 Prozent. Im schlechtesten Fall mit einer durchschnittlichen Normalisierungsdauer von 16 Monaten würde die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 9,3 Prozent schrumpfen und im kommenden Jahr um 9,5 Prozent wachsen. Die Erholung würde sich dann bis weit in das Jahr 2022 hinziehen.
Wir wünschen Ihnen frohe und gesunde Pfingsttage
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 15. Mai:
Das Wiederhochfahren nach dem Lockdown zeigt sich auch auf der kommunikativen Seite schwieriger als das Runterfahren. Denn alles geschieht angesichts dieser einzigartigen Situation weiterhin und in vielfacher Hinsicht unter der Bedingung der Unsicherheit und des Unwissens. Das lässt sich auch an den Meldungen ablesen, die uns dieses Woche erreichten.
Während sich der VDMA Baumaschinen in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Bauindustrie trotz eines zu erwarteten Rückgangs zuversichtlich zeigt und für 2021 die Chance für einen zügigen Aufschwung sieht, befürchtet der Verband Beratender Ingenieure (VBI) einen massiven nachgelagerten Effekt der Krise und eine Verschleppung der Coronakrise weit in das kommende Jahr hinein. Auch die Architekturbüros stellen sich auf wirtschaftlich schwierige Zeiten ein, wie eine gemeinsame Umfrage von Bundesarchitektenkammer und Bundesingenieurkammer ergab. Der Berufsstand werde vor allem von nachgelagerten Effekten betroffen sein, heißt es dort. Ab dem zweiten Halbjahr 2020 rechnen Architekten und Ingenieure insgesamt mit einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage und finanziellen Einbußen.
Im Handwerk sieht es dagegen noch besser aus: Hier meldet aktuell der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), dass die in einer Umfrage befragten Betriebe noch keine größeren Auswirkungen der Krise spüren. Dennoch befürchten die Fachunternehmen, dass sich das Blatt ab Herbst möglicherweise wenden könnte.
Deshalb tut die Baubranche insgesamt gut daran, früh ihren Hut in den Ring zu werfen, wenn es um zukünftige Konjunktur- und Innovationspakete geht. Auch weil sie zwar größer als die Autoindustrie, aber dabei deutlich heterogener aufgestellt ist, was eine einstimmige Kommunikation als Branche erschwert, aber besonders wichtig ist. Denn gerade in Krisenzeiten ist die Macht der Worte nicht zu unterschätzen und Sprachgewinn bedeutet hier zugleich Machtgewinn, wie auch die FAZ diese Woche in einem ihrer Leitartikel hervorhebt.
Das Thema einer angemessenen Kommunikation wird uns in den nächsten Wochen ebenso rund um die anstehenden Fachmessen begleiten. Denn auch hier ist in dieser Woche wieder einiges passiert. Nachdem zu Wochenanfang die Light + Building in Frankfurt abgesagt wurde, folgte kurz darauf die Meldung, dass die BMI-Gruppe die BAU 2021 absagt, was die aktuellen Diskussionen rund um die Messen noch einmal befeuern dürfte.
Für eine Basta-Politik ist es zu früh, aber umso deutlicher die Zeit für einen engen und verantwortungsvollen Austausch als Zeichen der Stärke. Aber diesen Austausch zwischen Veranstaltern und Ausstellern muss es zwingend geben, um eine zeitnahe und partnerschaftliche Lösung zu finden.
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und bleiben Sie zuversichtlich
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 8. Mai:
Nach einem harten Ringen von Bund und Ländern in dieser Woche sind nun die Corona-Lockerungen beschlossen. Damit beginnt eine neue Phase im Zeichen der Corona-Pandemie. Im Rückblick ist die Branche durch die erste Phase den Umständen entsprechend gut durchgekommen. Ein Beispiel sind Baywa-Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres, die diese Woche veröffentlicht wurden. Aber auch unsere aktuellen Umfragen zeichnen ein bisher überwiegend positives Bild. Die Ergebnisse stellen wir im Detail in der Mai-Ausgabe des BaustoffMarkt vor, der Anfang der 21. Kalenderwoche auf Ihrem Schreibtisch liegen sollte.
Fakt ist, die Auftragsbücher der Bauwirtschaft sind weiterhin gut gefüllt, aber wie schnell sich diese leeren könnten, ist aktuell nicht absehbar. Für die neue Phase auf dem Weg zurück in die Normalität ist am Anfang der Strecke nur eines ziemlich sicher: Es bleibt ein langer, mit vielen Unsicherheiten behafteter Weg.
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und der Gesprächskreis Baustoffindustrie/BDB ihre Mitgliederversammlungen im Herbst dieses Jahres abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben haben.
Doch wie könnte die neue Normalität im Baubereich aussehen? Dazu haben sich auch Heinz-Jakob Holland, Vice President Business Development Central Europe der H+H International A/S und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau, sowie Joachim Kartaun, Leiter strategisches Marketing von H+H Deutschland, ihre Gedanken gemacht, die Anfang nächster Woche auf unserer Homepage in Auszügen präsentieren werden.
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und bleiben Sie zuversichtlich
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 30. April:
Nachdem sich der Blick zum Beginn der Corona-Krise zunächst auf die Umsetzung der ersten Maßnahmen gerichtet hatte, hebt sich der Blick nun wieder mehr in Richtung Zukunft und es wird deutlich, dass uns das Thema und die damit verbunden Einschränkungen noch lange beschäftigen werden. Doch mit jedem Tag, den die Krise andauert, könnte auch die Bauwirtschaft zunehmend gefährdet sein.
Daher wundert es nicht, dass beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe die ersten Alarmglocken schrillen. Zwar sei es gelungen, den Baustellenbetrieb unter großen Anstrengungen bisher aufrechtzuerhalten. Doch Bauunternehmen sorgen sich um ihre künftigen Aufträge, wie eine aktuelle Umfrage des Verbandes ergab (siehe Meldung).
Positiv stimmt die aktuelle Einschätzung des VDPM in seiner gemeinsam mit B+L Marktdaten erarbeiteten Markt-Bilanz für 2019 und einem aktuellen Ausblick auf 2020. Danach konnte fast die gesamte Bauzulieferindustrie ein sehr gutes erstes Quartal 2020 verbuchen und Vorsorge treffen: Um zu erwartende Materialengpässe zu vermeiden, bauten Handel und Handwerk zusätzliche Lagerbestände auf. Des Weiteren führten verzögerte Lieferungen aus Asien zu verstärkter Nachfrage bei europäischen Lieferanten. Vor diesem Hintergrund sei laut B+L davon auszugehen, dass das Bauvolumen (BV) in Deutschland weniger zurückgehen werde als die gesamtwirtschaftliche Leistung (Stand 14. April). Nach Hochrechnungen sei vorerst von einem Rückgang von 1,2 Prozent im Bauvolumen des Hochbaus auszugehen (siehe Meldung).
In der Mai-Ausgabe des BaustoffMarkt beschäftigen wir uns, nachdem sich ein Großteil der Aussteller gegen eine Durchführung der IFAT im September 2020 ausgesprochen hatte, intensiv mit den ebenso im September anstehenden Branchenmessen wie der GalaBau in Nürnberg und der Nordbau in Neumünster und werfen nach den Absagen von Xella und Schüco auch einen ersten Blick auf die BAU 2021 in München.
Währenddessen erreichte uns heute die Nachricht von Xella, dass die Mitarbeiter in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten wieder an ihren Arbeitsplatz in der Zentrale in Duisburg zurückkehren dürfen und der Außendienst zwingend notwendige Kundenbesuche wahrnehmen könne. Die Sicherheit habe dabei oberste Priorität, entsprechend werde verstärkt auf Hygiene- und umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen gesetzt, heißt es dazu aus der Zentrale in Duisburg. Xella werde die aktuelle Lage natürlich weiterhin kontinuierlich bewerten und sich an den Empfehlungen der Bundesregierung orientieren.
Wir wünschen Ihnen ein entspanntes langes Wochenende und weiterhin alles Gute
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 24. April:
Den Wochenanfang bestimmte noch die „Öffnungsdiskussionsorgien“-Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die dazu ermahnte, bei den Lockerungen der Beschränkungen behutsam vorzugehen und damit zugleich deutlich machte, „dass wir noch lange nicht über den Berg sind“.
Eine Tatsache, die auch die Stimmung in der Bauwirtschaft drückt, wie auch der aktuelle Baukonjunktur-Klima-Index von Heinze zeigt (siehe Meldung). Hatten viele noch gehofft, dass sich spätestens im Sommer die Lage wieder normalisiert, erwies sich diese Hoffnung im Laufe der Woche als nichtig. Den Anfang machte gestern (23. April) die Meldung, dass die IFAT in Abstimmung mit den Ausstellern nicht zum geplanten Alternativtermin Anfang September stattfinden wird, sondern erst wieder zum nächsten regulären Termin in 2022. Kurz darauf meldete dann Xella, dass das Unternehmen aufgrund der gegenwärtigen Planungsunsicherheit auf die Teilnahme an der BAU, wenn auch „schweren Herzens“ im kommenden Januar in München verzichten werde.
Damit bleibt auch für die weiteren noch im September anstehenden Messen wie die GaLaBau in Nürnberg, die Nordbau in Neumünster und nicht zu vergessen die Cersaie in Bologna die Lage weiter angespannt. Kein leichter Kampf, den die Messegesellschaften derzeit gegen eine Rechnung mit vielen Unbekannten und die unterschiedlichen Vorschriften und Reisebestimmungen in den jeweiligen Ländern führen. Wir werden daher, wie bereits im letzten Update angekündigt, in der Mai-Ausgabe die aktuelle Lage für die einzelnen Messen näher beleuchten.
Bis dahin werden wir auch wissen, ob die bisherigen Erfolge der Corona-Maßnahmen weiter Bestand haben oder die Spielräume der Lockerungen zu weit genutzt wurden. Wir hoffen, wie sicher alle, dass die Maßnahmen weiter greifen, denn eine zweite Welle von Infektionen und damit verbunden einem erneuten Shutdown dürfte auch die Bauwirtschaft mit deutlicher Wucht treffen.
Wir wünschen Ihnen ein gesundes Wochenende und weiterhin alles Gute
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 17. April:
Von einem "zerbrechlichen Zwischenerfolg", den Deutschland bisher beim Kampf gegen die Corona-Pandemie erzielt habe, sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch (15. April). Für die nächsten Wochen heißt das: Vorsichtige Lockerungen in bestimmten Bereichen, unter Auflagen. Im Zuge der bundesweiten Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden auch die Baumärkte in Mecklenburg-Vorpommern (18. April), Sachsen (20. April) und Bayern (20. April) wieder für Privatkunden geöffnet. Auch Österreich hatte unter der Woche die Öffnung der Baumärkte erlaubt, die Schweiz hat eine Öffnung ab dem 27. April beschlossen.
Die Kontaktbeschränkungen bleiben bis 3. Mai bestehen, so die Einigung von Bund und Ländern hinsichtlich der Corona-Maßnahmen. Bis mindestens zu diesem Datum dürften die meisten Unternehmen ihren Beschäftigten, wenn möglich, weiterhin Homeoffice empfehlen. Auch in der Branche ist Homeoffice mittlerweile ein gelebtes Mittel, um Infektionen zu vermeiden und den Betrieb weiter am Laufen zu halten. Die Umstellung der Arbeitsorganisation haben die Kooperationen und Unternehmen trotz der Kürze der Zeit gut gemeistert, wie auch unsere Blitzumfrage zur Corona-Krise im aktuellen BaustoffMarkt zeigt.
Deutlich gemacht hat das Statement der Kanzlerin zudem: Mit größeren Veranstaltungen ist bis mindestens Ende August nicht zu rechnen. Auch wenn die Bundesländer noch regeln sollen, welche Veranstaltungen unter dieses Verbot fallen, scheint eine Normalisierung im Messebetrieb vorerst nicht realistisch. Die neue Situation verschärft die Lage für die Messen insbesondere im September (IFAT, Nordbau und Galabau) weiter. Wir bemühen uns, mit den Messen zeitnah über die Situation zu sprechen und unsere Leser auf dem Laufenden zu halten, sobald wir mehr erfahren. Einen Tag vor der Entscheidung der Regierung hatte bereits die Nürnberg Messe das Messeduo Fensterbau/Frontale und Holz-Handwerk 2020 endgültig abgesagt (siehe Meldung).
Für die Bauwirtschaft sind die langfristigen Folgen der Pandemie weiterhin schwer abzuschätzen. Was die kommenden drei Monate angeht, zeigt die monatliche Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZEB): Die Geschäftserwartungen der Bauunternehmen geben nach. Während die Geschäftslage, vor allen Dingen im Wohnungsbau, im März - vor dem Durchschlagen der Pandemie - noch gut beurteilt wurde, zeigt sich nun ein anderes Bild. Die Unternehmen erwarten Auswirkungen auf die Nachfrage in den kommenden Monaten in allen Bausparten.
Mehr dazu (siehe Meldung) und zu weiteren Themen rund um die Corona-Krise lesen Sie auch in unserer speziell eingerichteten "Corona"-Rubrik.
Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und weiterhin alles Gute
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 14. April:
Der morgige Tag dürfte in Deutschland mit Spannung erwartet werden, denn am Mittwoch (15. April) wollen die Länderchefs und die Bundeskanzlerin darüber beraten, wie es nach dem Ende der Ferien weiter gehen soll, wie die ersten Lockerungen aussehen sollen, um das Leben in Deutschland wieder zu normalisieren und die Wirtschaft nach der Krise wieder in Gang zu kriegen.
Derweil haben in Deutschland bis Ostern (9. April) rund 650.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet - ein historischer Rekord, wie die Medien meldeten. Damit erweist sich die Kurzarbeit als wichtiges und bewährtes Instrument der Unternehmen, um kurzfristige Nachfrageschwächen auszugleichen. Auch in der Branche wird das Instrument mittlerweile genutzt, um die Kapazitäten an diese außergewöhnliche Situation anzupassen. Eine Entscheidung, die man trotzdem nicht leichtfertig trifft, wie beispielsweise Martin J. Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe, der BaustoffMarkt-Redaktion sagte. Die Hörmann Gruppe hatte sich aufgrund der aktuellen Lage entschieden, in Teilbereichen Kurzarbeit anzumelden: "Diese Entscheidung haben wir nicht leichtfertig getroffen und sie ist uns sehr schwer gefallen. Die Lage verändert sich ja ständig, generell gilt, dass die Situation im Ausland schwieriger als in Deutschland ist. Wir blicken aber zuversichtlich auf die vor uns liegenden schweren Monate, weil unser Unternehmen sehr gut aufgestellt ist und wir uns auf unsere loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen können." Derzeit sei der Tor- und Türspezialist mit Hauptsitz in Steinhagen bemüht, die Kapazitäten auf den Bedarf in den jeweiligen Märkten anzupassen. Das gelinge zurzeit sehr gut, wie es dazu aus Steinhagen heißt.
Keine leichte Aufgabe für die Unternehmen im Fachhandel und Industrie, die eine gute Organisation erfordert, um mit Kurzarbeit, Homeoffice, Gruppenaufteilung den Betrieb aufrechtzuerhalten. Dabei zeigt sich die Branche dieser Aufgabe aus unseren Rückmeldungen bisher gut gewachsen und dabei zugleich sehr kreativ. So teilte uns als ein Beispiel der Bauspezialist Köbig kurz vor Ostern mit, dass das 1890 gegründete Familienunternehmen seit dem 8. April für die Mitarbeiter und ihre Familien kostengünstige warme Mahlzeiten anbietet. Stefan Thurn, geschäftsführender Gesellschafter von Köbig in fünfter Generation, holt die Gerichte persönlich mit einem Lieferwagen ab und verteilt sie an zwei Standorte im Stadtgebiet. Aktuell nutzen zwischen 130 und 150 Mitarbeiter diese Möglichkeit. Auch für die Angestellten der Köbig-Fremdspediteure gilt dieser Service. In einer Pressemitteilung schreibt die Köbig-Geschäftsleitung: "Die Anforderungen, die in diesen Tagen an uns alle gestellt werden, sind sehr hoch. Wir alle sind an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert. Neben der Bewältigung des täglichen Jobs kommt für viele unserer Mitarbeiter noch ein erhebliches Maß an privaten, persönlichen Belastungen hinzu. Um ihnen ein wenig Erleichterung zu verschaffen, versuchen wir mit konkreten Maßnahmen zu helfen, ohne dass wir dazu verpflichtet wären. Aktuell steht jedoch der Schutz unserer Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten im Zentrum unseres Handels."
Mehr dazu (siehe Meldung) und zu weiteren Themen rund um die Corona-Krise lesen Sie auch in unserer speziell eingerichteten "Corona"-Rubrik.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Woche und weiterhin alles Gute
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 7. April:
Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zeigen Wirkung. Das ist zunächst die gute Botschaft vor Ostern. Damit ist noch nicht beantwortet, wie lange der Corona-Zustand Deutschland noch im Stillstand hält. Zwar werden die ersten Rufe nach einem Ausstieg lauter, aber noch lässt sich die Regierung auf ein Datum nicht festlegen und wird hierzu voraussichtlich bis zum 19. April auch keine konkreteren Angaben machen.
Vor diesem Hintergrund ist die wirtschaftliche Entwicklung für das Gesamtjahr derzeit nur sehr schwer abschätzbar, da sie, wie beschrieben, maßgeblich von der weiteren Verbreitung des Virus und der politischen Reaktionen darauf abhängt. Die vorliegenden Daten zeichnen zum jetzigen Zeitpunkt noch ein äußerst unvollständiges Bild der Lage, wie aktuell das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) meldet. Selbst wenn in den kommenden Wochen wieder mehr und mehr wirtschaftliche Aktivität möglich wird und eine Normalisierung in den nächsten Monaten folgt, dürfte am Jahresende ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund sechs Prozent stehen. Dies sei in der Größenordnung vergleichbar mit dem Einbruch der Finanzkrise, heißt es dazu aus Berlin. Vieles wird auch davon abhängen, wie ein möglicher Stufenplan für die Zeit nach dem Lockdown aussieht.
Für die Baubranche heißt es daher weiter auf Sicht zu fahren. Dabei zeigt sich die Baustoffbranche nach unseren aktuellen Informationen und dem ersten Stimmungsbild aus der Branche, das wir in der April-Ausgabe des BaustoffMarkt veröffentlichen, als krisenfest, und die Lieferketten erweisen sich dank der guten Vorbereitungen ebenfalls als weiterhin sehr stabil.
Und noch eine wichtige Information zum Abschluss des heutigen Updates: Der 12. Wohnungsbautag 2020, der am 23. April zum Thema "Stadt - Land - Chance, Wohnkonzepte für das Umland von wachsenden Städten" in Berlin stattfinden sollte, wird auf den 25./26. November verschoben. Wie es dazu vom BDB als Koordinator des Verbändebündnisses als Veranstalter des Wohnungsbautages heißt, werde die Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Wohnungsbau-Studie "Das Umland der Städte - Chancen zur Entlastung überforderter Wohnungsmärkte" und das anschließende Fachforum am 25. November in Berlin stattfinden. Das Parlamentarische Frühstück wird auf den 26. November verlegt.
Den nächsten Newsletter mit unseren Informationen zur Corona-Krise und den weiteren News aus der Branche erhalten Sie am 14. April.
Wir wünschen Ihnen auch in diesen Zeiten ein frohes Osterfest, Gesundheit und alles Gute.
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 3. April:
Nach einer aktuellen Meldung des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie (HDB) sei zum jetzigen Zeitpunkt eine realistische Umsatzprognose für 2020 nur sehr eingeschränkt möglich. Die Januarwerte zu Auftragseingang und Umsatz im Bauhauptge­werbe waren mit zweistelligen nominalen Zuwachsraten noch ausgesprochen positiv. Für den Februar wird eine ähnliche Entwicklung erwartet. Die März-Werte, bei denen sich die Epidemie eventuell schon bemerkbar macht, werden aber erst Ende Mai vorliegen. Bis dahin sei der HDB auf die Einschät­zungen der Lage und Erwartungen aus Reihen der Baufirmen angewiesen. Wenn sich das dort aufge­zeigte Stimmungsbild bestätigt, werde sich auch die Bauwirtschaft vom aktuellen Abwärtstrend in der Wirtschaft nicht gänzlich abkoppeln können. Zumindest temporär sei mit einem Produktionsrückgang zu rechnen, heißt es in der Meldung weiter.
Der HDB zudem eine hat eigene Blitzumfrage unter den Mitgliedsfirmen durchgeführt. Daran haben 409 Personen teilgenommen. Die Ergebnisse vermitteln eine Momentaufnahme über die Situation in der Bauindustrie (siehe Meldung).
Auch wir haben für die April-Ausgabe des BaustoffMarkt die Branche befragt, um ein erstes Stimmungsbild zur Lage zu zeichnen und mit Stefan Thurn, Geschäftsführender Gesellschafter von J. N. Köbig, Mainz, und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), ein Interview zu den bisherigen Folgen der Corona-Krise geführt.
Die April-Ausgabe des BaustoffMarkt erscheint in der KW 16 nach Ostern.
Wir wünschen Ihnen trotz aller Umstände ein schönes Wochenende und bleiben Sie gesund.
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 31. März:
Ein Aufatmen dürfte am Mittwoch (25. März) durch die Baubranche gegangen sein, als der Erlass des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) über die Fortführung der Baumaßnahmen im Hochbau, Straßenbau und Wasserbau bekannt gegeben wurde. Bundesminister Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft stimmen in der Meinung überein, dass eine Fortsetzung der Baustellen auch in Zeiten der Corona-Krise in Deutschland geboten ist, um die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur in Deutschland weiter zu erhöhen. Diese Leistungsfähigkeit sei für die Bevölkerung und die Wirtschaft notwendig, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise schnell überwinden zu können, hieß es dazu.
Bundesminister Scheuer sichert außerdem zu, dass kurzfristig zwischen dem BMVI und der Bauwirtschaft Gespräche über die faire Verteilung Corona-bedingter Baustellenmehrkosten aufgenommen werden. Das bezieht sich auch auf Mehrkosten für den erhöhten Gesundheitsschutz der Bauarbeiter beim Transport auf die Baustellen und bei ihren Tätigkeiten.
Scheuer und die Verbände der Bauwirtschaft seien sich zudem einig, wie es dazu in einer gemeinsamen Presseerklärung der Verbände hieß, dass die dafür notwendigen finanziellen Mittel derzeitige und zukünftige Investitionshaushalte der Infrastruktur nicht belasten dürfen, sondern aus Fördermitteln des Bundes zur Bekämpfung der Corona-Krise bereitgestellt werden müssen. Zudem stehen diesen Mitteln erhebliche Einsparungen aus nicht in Anspruch genommenem Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer auf den Baustellen gegenüber.
Ein wichtiges Signal, denn Bauunternehmen leisten derzeit hohe Anstrengungen, um den Baustellenbetrieb, trotz der fehlenden Bauarbeiter aus den europäischen Ländern, aufrechtzuerhalten. Der Betrieb läuft zwar deutlich langsamer, aber er lässt sich managen. Immerhin. Auch die Baustoffbranche meldet bisher volle Lieferfähigkeit und der Geschäftsbetrieb läuft weiter, wenn auch unter zunehmend erschwerten Umständen.
Die große Frage ist jetzt, wie lange an den Beschränkungen auf nationaler Ebene festgehalten wird. Eine dreimonatige Teilschließung der Wirtschaft könnte Deutschland 700 Milliarden Euro kosten, hat das Ifo-Institut aktuell ausgerechnet. Soweit sind wir noch nicht, aber je länger die Ausnahmesituation anhält, desto größer, so die Befürchtungen, werden auch die Bremsspuren in der Bauwirtschaft sein, wenn auch mit deutlicher Verzögerung. Daher ist die Politik nach der Verabschiedung der Hilfsprogramme weiter gefordert, nun schnellstmöglich einen Plan für die Zeit nach dem Shutdown zu entwickeln.
Kommen Sie gut durch diese Woche und bleiben Sie gesund!
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 27. März:
Freie Fahrt auf Deutschlands Straßen, Vorratskäufe zum Auffüllen der Lagerbestände und eine bisher uneingeschränkte Warenverfügbarkeit sorgen für einen anhaltend guten Absatz sowohl im Baustoff-Fachhandel als auch der Baustoffindustrie. Vor diesem Hintergrund scheinen Produktionsstopps oder Kurzarbeit noch kein Thema zu sein. Hier zeige sich auch, wie Dr. Hannes Zapf, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), in einem aktuellen Interview zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Bauwirtschaft und Mauerwerksindustrie ausführte, welche Vorteile es habe, nicht von internationalen Warenströmen abhängig zu sein.
Aber die Lage kann sich schnell ändern, wenn immer mehr Beschäftigte auf den Baustellen, in der Produktion oder Verkauf ausfallen. So verweisen beispielsweise international tätige Mauersteinhersteller darauf, dass in einigen europäischen Ländern die Bautätigkeit bereits erheblich eingeschränkt sei.
Doch noch macht die Branche einen guten Job, zeigt sich in dieser ersten Welle krisenfest, überwiegend solidarisch und kreativ. Auch der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Kooperationen unterstützen hier ihre Mitglieder und Gesellschafter schnell und unbürokratisch, um mit den aktuellen Herausforderungen der Krisensituation in der Praxis umzugehen.
Da zurzeit nicht absehbar ist, wie lange der erzwungene Stillstand in Deutschland anhält, sollte man auf ein bereits bewährtes Rezept vertrauen: Bisherige Prognosen einkassieren, Fahren auf Sicht und sich auf alle Eventualitäten möglichst gut vorzubereiten.
Hoffnung für die Zeit danach sollte die Tatsache geben, dass sich schon 2008 nach der Banken-Krise gezeigt hat, dass die regionale Wirtschaft am schnellsten wieder anspringt, wenn die Systeme wieder hochfahren.
Die Heinze Marktforschung hat bereits ein erstes Szenario für die Bauwirtschaft angesichts der Corona-Krise entworfen. Demnach werde die Bauwirtschaft im Vergleich zu anderen Sektoren mit einem dunkelblauen Auge davonkommen, wie es heißt. Die Frage sei, wie die Corona-Krise bereits bestehende Entwicklung verstärkt und verzerrt.
Über die weitere Entwicklung und die aktuelle Stimmungslage in der Branche werden wir auch ausführlich in der April-Ausgabe des BaustoffMarkt berichten, die Mitte April erscheint. Bis dahin informieren wir Sie weiterhin täglich mit unseren Online-News über die Lage.
Allen Umständen zum Trotz wünschen wir Ihnen ein schönes Wochenende und alles Gute
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 24. März:
Die Corona-Krise dominiert natürlich auch unsere Berichterstattung. Aber genau das muss in dieser Ausnahmesituation auch unser Anspruch sein: zu informieren, einzuordnen und darzustellen.
Die gute Nachricht vorab: Wie es aktuell aussieht, funktionieren die Lieferketten weiterhin und der Baustoff-Fachhandel ist in der Lage die gewerbliche Nachfrage, die ungebrochen anhält, weiter zu bedienen. Aber wer ist Gewerbetreibender und darf rein? Diese Frage wird von den rund 11.000 Gemeinden (Kommunen) in Deutschland sehr unterschiedlich beantwortet und führt, wie wir hörten, vor Ort immer wieder zu Problemen.
Auch aus der deutschen Baustoffindustrie sind bei uns noch keine Meldungen eingetroffen, die von Produktionsausfällen berichten. Etwas anders sieht es ab morgen wahrscheinlich in Italien aus. Heute darf dort noch produziert und geliefert werden, ab morgen gilt per Dekret ein Stopp. Derzeit ist noch offen, ob die Fliesenhersteller möglicherweise unter eine Ausnahmeregel fallen (siehe Meldung).
Die Situation in den Baumärkten ist hingegen eine andere.
Auf den Baustellen gibt es länderspezifische Unterschiede. Während in manchen Ländern die Baustellen geschlossen sind, läuft der Betrieb in Deutschland weiter (siehe Meldung). Auf manchen ist der Betrieb allerdings eingeschränkt, da Genehmigungen, Material und ausländische Arbeiter fehlen. Auch Bauunternehmen wie die Schweizer Firma Implenia vermelden Einschränkungen im deutschen Baustellenbetrieb, da teilweise Verzögerungen durch Probleme mit Subunternehmern und Lieferanten entstünden.
Noch eine Randnotiz: Die Branche reagiert übrigens auch kreativ auf diese Herausforderung. So stellen mittlerweile die Fachhändler in Teilen selber Desinfektionsmittel her.
Kommen Sie gut durch die Woche und bleiben Sie gesund!
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 20. März:
Nachdem wir bereits die Woche über die aktuelle Entwicklung rund um die gegenwärtige Corona-Krise und die ersten Auswirkungen und Maßnahmen der Branche berichtet haben, bleibt die Lage weiter angespannt, weil niemand weiß, wie lange sich der Kampf gegen das Virus noch hinzieht.
Aktuell zeigt sich die Branche nach ersten Rückmeldungen gerüstet und trifft entsprechende Vorsichtsmaßnahmen: Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter, besonders in den Verwaltungsbereichen ins Homeoffice geschickt, Besprechungen auf ein Mindestmaß reduziert oder per Videokonferenz abgehalten sowie Seminare und Schulungen für Ihre Kunden erst einmal ausgesetzt. Die Baustoffindustrie meldet bisher volle Warenverfügbarkeit und Lieferfähigkeit. Ebenso stehe man weiterhin für die Kunden beratend zur Verfügung, auch wenn dieses zurzeit in erster Linie telefonisch oder Online erfolge. Allerdings stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, wie lange der Warenverkehr in Deutschland in diesem Ausnahmezustand überhaupt noch reibungslos funktionieren kann?
Doch bei allen ersten und weiteren Maßnahmen, die dieser Tage noch kommen können, bleibt die entscheidende Frage, wie lange ist dieser Zustand selbst für ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland aushaltbar? Und damit verbunden auch für die Bauwirtschaft insgesamt. So hatte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe diese Woche gemeldet, das man sich bereits aktuell massiv betroffen sehe (siehe Meldung).
Wie schon im letzten Newsletter halten wir Sie tagesaktuell über die Entwicklung branchenbezogen auf dem Laufenden. Auch auf der Homepage des BDB erhalten Sie aktuell Informationen über die bisher beschlossenen Maßnahmen von Bund und Bundesländern im Umgang mit dem Corona-Virus.
Aber es gibt auch positive Meldungen in dieser Zeit. So hat die Branche erste Hilfeleistungen auf den Weg gebracht. Stark Deutschland hat der Hessischen Landesregierung 5.000 Atemschutzmasken als Spende für Kliniken, Ärzte und Ärztinnen und medizinisches Fachpersonal kostenfrei zur Verfügung gestellt. Und Remmers produziert kurzfristig Desinfektionsmittel und gibt diese zum Selbstkostenpreis an Rettungsdienste, medizinische Einrichtungen und öffentliche Institutionen ab.
Mehr dazu können Sie auch unter unserer neu eingerichteten "Corana"-Rubrik zum Thema nachlesen.
Und bleiben Sie gesund!
Ihre BaustoffMarkt-Redaktion

Unsere Meldung zur Corona-Krise vom 17. März:
Die dynamische Entwicklung der letzten Tage rund um das Corona-Virus hält auch uns in Atem. Hatten wir noch im Editorial der März-Ausgabe des BaustoffMarkt, die diese Woche erscheint, die Überschrift "Stresstest für die Branche" mit einem Fragezeichen versehen, hat uns die Realität in nur wenigen Tagen bereits links und rechts überholt. Und ja, wir werden uns in einer Situation, die sich stündlich wandeln kann, auch weiter irren und das muss in dieser Lage auch legitim sein. Ähnlich wird es auch denjenigen gehen, die ihren Betriebsablauf in den Unternehmen möglichst aufrechterhalten und sich dabei mit immer wieder neuen Situationen auseinandersetzen müssen. Vor diesem Hintergrund wird auch der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) auf seiner Homepage https://www.bdb-bfh.de/ aktuelle und umfassende Hinweise zum Umgang mit den bisherigen behördlichen Maßnahmen und Verhaltensvorschriften zur Corona-Krise heute (17. März) im Laufe des Tages zur Verfügung stellen.
Eine völlig neuartige Situation, in der auch die Baustoffbranche als erstes Solidarität beweisen muss, indem sie paradoxerweise Abstand voneinander hält und Sitzungen, Versammlungen und Tagungen aussetzt, wie auch der BDB auf seiner Vorstandssitzung am 12. März folgerichtig beschlossen hat (siehe Meldung). Denn aktuell geht es darum, zu helfen, indem man auf die gewohnten Formen der Gemeinschaftlichkeit verzichtet, um Zeit zu gewinnen und die Verbreitung des Virus in die Länge zu ziehen.
Doch dieser mögliche Zeitgewinn sorgt im Gegenzug für eine hohe wirtschaftliche Unsicherheit. Zumal der Katalog möglicher Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, noch nicht ausgereizt ist. Erst gestern (16. März) hatten Bund und Länder eine Schließung von Geschäften vereinbart. Der Großhandel und damit auch der Baustoff-Fachhandel ist davon aber nicht betroffen, wie es in der offiziellen Pressemeldung der Bundesregierung heißt, denn auch das Handwerk darf weiter seiner Tätigkeit nachgehen und muss seinen Bedarf decken können.
Aber je nach Szenario und damit Dauer der staatlich verordneten Eindämmungsmaßnahmen, könnte die Krise auch Auswirkungen auf die Branche haben. Wir bleiben dran, auch in schwierigen Zeiten und werden versuchen, bis zur April-Ausgabe ein erstes Meinungs- und Stimmungsbild zur Lage in der Branche abzubilden. Bis dahin halten wir Sie über unseren Newsticker über die aktuelle Entwicklung und die Verschiebungen und Absagen von Branchenveranstaltungen auf dem Laufenden.

Kommen Sie gut durch die Woche und bleiben Sie gesund
Ihr
Thorsten Schmidt