Für den Koordinator der Baustoff-Allianz des Massivbaus, Dr. Ronald Rast, bietet der Massivbau in vielen Fällen die kostengünstigste Lösung verbunden mit einer sehr guten Öko-Bilanz. Quelle: Aktion „Nachhaltiger Massivbau“

Bauwirtschaft

24. September 2020 | Teilen auf:

Aktion „Nachhaltiger Massivbau“ setzt sich für freien Wettbewerb ein

Die Mauerstein- und die Betonindustrie, die Massivbauer und die mineralische Rohstoffindustrie fordern die Bauminister von Bund und Ländern zum Beginn der heutigen Bauministerkonferenz (24. September) in Weimar auf, freien Wettbewerb sowie Technologieoffenheit am Bau sicherzustellen und keine Quotenregelungen für einzelne Baustoffe oder Bauweisen zuzulassen.

Hintergrund: Der Vorsitzende der Bauministerkonferenz, Thüringens Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), hatte sich zuvor an Bundesbauminister Seehofer (CSU) sowie an seine Länderkollegen gewandt und im Gebäudebau den verstärkten Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen eingefordert. Holz sei „dabei eine Möglichkeit, innovativ, klimafreundlich und nachhaltig zu bauen“, so Hoff. Das rief jetzt eine breite Baustoff-Allianz des Massivbaus auf den Plan: „Es ist der Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb bei allen politischen und parlamentarischen Entscheidungen zu berücksichtigen. Das schließt die Einführung und Umsetzung von Quotenregelungen zugunsten einzelner Baustoffe und Bauweisen aus“, teilt die Aktion „Nachhaltiger Massivbau“ mit. In der Aktion haben sich bundesweit 33 Verbände und Organisationen zusammengeschlossen, die das gesamte Spektrum der auf den Massivbau ausgerichteten Bauwirtschaft abdecken – und damit eine komplette Prozesskette am Bau: von der Rohstoffgewinnung über die Baustoffherstellung bis zur Verarbeitung auf den Baustellen durch Bauindustrie und Bauhandwerk.

Positionspapier vorgelegt

Zur Bauministerkonferenz legt die Aktion „Nachhaltiger Massivbau“ jetzt ein „Positionspapier für Wettbewerbsgleichheit und Technologieoffenheit in der Bauwirtschaft“ vor. Darin warnen die Massivbauer indirekt vor einer „politisch diktierten Holzbau-Quote beim Neubau“. Quotenregelungen zugunsten einzelner Baustoffe und Bauweisen seien mit einer offenen Marktwirtschaft und mit einem fairen Wettbewerb nicht vereinbar, so die Aktion „Nachhaltiger Massivbau“. Sie fordert die Baupolitik auf, sich für eine gleichberechtigte und angemessene Förderung aller Bauprodukte und Bauweisen einzusetzen. „Es geht darum, dass die seit einigen Jahren von der Holzwirtschaft penetrierte These, nur mit Holz noch klimagerecht bauen zu können, nicht länger unreflektiert Grundlage politischer Entscheidungen ist. Und der Massivbau mit seiner enormen Nachhaltigkeit auch den klimapolitischen Stellenwert bekommt, der ihm zusteht“, sagt der Koordinator der Aktion „Nachhaltiger Massivbau“, Dr. Ronald Rast.