Der zeitweilige Bauboom in Deutschland, etwa durch den „Aufbau Ost“, hat sich langfristig nicht positiv auf die Erwerbstätigenzahl im Baugewerbe ausgewirkt. Quelle: Destatis

Bauwirtschaft

25. September 2020 | Teilen auf:

300.000 weniger Erwerbstätige im Baugewerbe als 1991

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat eine Analyse der Erwerbstätigenzahlen im Inlandsbaugewerbe seit 1991 herausgegeben.

Demnach habe sich der zeitweilige Bauboom in Deutschland, etwa durch den „Aufbau Ost“, langfristig nicht positiv auf die Erwerbstätigenzahl im Baugewerbe ausgewirkt. Bundesweit sei die Zahl der Erwerbstätigen im Baugewerbe seit 1991 um 300.000 auf knapp 2,6 Millionen im Jahr 2019 zurückgegangen. Mit rund zwei Millionen Erwerbstätigen war zuletzt der Großteil von ihnen in Westdeutschland tätig, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) basierend auf Ergebnissen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilt. Der Anteil an den Erwerbstätigen insgesamt fiel im Jahr 2019 im Westen mit 5,4 Prozent nicht wesentlich geringer aus als im Osten (6,8 Prozent). Damit habe sich die Bedeutung der Baubranche für den Arbeitsmarkt in Ost und West angeglichen: 1991 waren im Osten noch 9,9 Prozent aller Erwerbstätigen im Baugewerbe beschäftigt, im Westen 6,7 Prozent.