Wehmütig sei er schon ein bisschen, dass Unternehmen zu verlassen – schließlich sei Ströher schon sein „Baby“ und die Mitarbeiter wie Familie. 19 Jahre lang stand Gerhard Albert an der Spitze des Dillenburger Unternehmens. „Aber ich gehe mit einem guten Gefühl.“ Die Anbindung beziehungsweise Eingliederung an Sto sei gut gelaufen und würde funktionieren, für die Zukunft würden sich dadurch große Möglichkeiten ergeben.
Albert ist am 1. August 2000 als Gesellschafter und Geschäftsführer bei Ströher eingetreten, vorher war er bei einer Unternehmensberatung in München tätig. Dabei sei es nicht immer einfach gewesen, besonders die Zeiten bis 2005 seien „anspruchsvoll“ gewesen. „2000 war das Unternehmen in einer dramatischen Sanierungssituation“, wie Albert deutlich sagt. „Die ersten Jahre waren eine echte Herausforderung, aber über die Hebel Kosten/Effizienz, Sortiment und Internationalisierung haben wir eine positive Entwicklung einleiten können.“ Man habe den Fokus von der klassischen Keramik hin zur Fassade verschoben und sich stärker darauf konzentriert. Dies war nicht selbstverständlich. „Zuerst gab es sogar die Überlegung, die Fassadenprodukte komplett zu streichen, diese wurde allerdings wieder rückgängig gemacht und wir haben uns stattdessen die Frage gestellt: Wie kann man diese Produkte noch besser machen?“ Seitdem spielt die Fassade eine große Rolle in der Entwicklung der Gruppe.
Welche Strategien Gerhard Albert während seiner Zeit im Unternehmen noch umgesetzt hat und wie sich der Fassadenbereich während seiner Zeit als Geschäftsführer verändert hat, lesen Sie in der Ausgabe 07/2019 von BaustoffMarkt.
Industrie 2019-07-22T09:28:18Z „Ich gehe mit einem guten Gefühl“
zuletzt editiert am 12. August 2020