Eine Gruppe von Menschen posiert in einem Konferenzraum für ein Gruppenfoto.
Die Mitglieder der AG trafen sich im Verbändehaus, in dem auch der BDB seinen Sitz hat. (Quelle: RM Rudolf Müller Medien)

Fachhandel 2026-03-24T09:27:22.215Z AG Nachhaltigkeit diskutiert mit Referatsleiter BMWSB

Mitte März hat sich die AG Nachhaltigkeit im Gesprächskreis Baustoffindustrie/BDB in Berlin zur Frühjahrssitzung getroffen. Auf der Agenda stand neben einem Austausch mit Dr. Andreas Rademachers vom BGA auch eine Diskussion mit Referatsleiter Mathias Oliva y Hausmann vom Bundesbauministerium (Referat B I 4 - Kreislauf- und klimagerechtes Bauen, Technik im BMWSB). Wie der BDB sieht auch Oliva y Hausmann die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als eines der dringlichsten politischen und gesellschaftlichen Probleme. Dabei dürfe allerdings das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht aus dem Blick verloren werden. „Aus unserer Sicht ist der Schlüssel die Gebäude-Ökobilanz“, erläuterte Oliva y Hausmann. „Dabei sind wir überzeugt, dass Bauherren, Planer und Industrie das Know-how haben, passende Lösungen zu finden." In anderen Ländern wie Dänemark, Frankreich oder den Niederlanden seien die Vorgaben zur Ökobilanz einer Immobilie bereits deutlich weiter, führte der ehemalige Architekt aus. Ab 2030 würden gemäß einer EU-Vorschrift auch in Deutschland Ökobilanz-Grenzwerte für neue Immobilien gelten, so Oliva y Hausmann.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war das neue Verpackungsgesetz PPWR. In einem Impulsvortrag stellten Sylvia Ercken und Carsten Anraths von Interzero die neuen Regelungen vor, die ab dem 12. August 2026 in allen EU-Ländern angewendet werden müssen. Das Problem sei, dass die EU-Vorgaben noch in nationales Recht umgewandelt werden müssen. Dazu liege ein Kabinettsentwurf vor, so die Referenten. Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass die Komplexität der geplanten Regelung sowohl die Baustoffindustrie als auch den Fachhandel vor Herausforderungen stellt.

zuletzt editiert am 24. März 2026