Ein Diskussionspanel mit mehreren Personen, die an einem Tisch sitzen und aufmerksam zuhören.
Dr. Melanie Weber-Moritz, Präsidentin des Deutschen Mieterbundes, (l.) und Katharina Metzger, Präsidentin des BDB, beim Wohnungsbautag in Berlin. (Quelle: Verbändebündnis Wohnungsbau)

Veranstaltungen 2026-03-27T09:20:49.624Z 17. Wohnungsbautag: Verbändebündnis beklagt „eingefrorenen“ Wohnungsmarkt

In vielen Region Deutschlands geht am Wohnungsmarkt nichts mehr – darauf hat das Verbändebündnis Wohnungsbau, zu dem auch der BDB gehört, beim 17. Wohnungsbautag am Donnerstag in Berlin hingewiesen. Zu wenig freie Wohnungen, besonders in den Ballungsräumen, führen zu einem „eingefrorenen“ Markt. Gleichzeitig schwächelt der Neubau noch immer, und so fragten die Bündnismitglieder in Richtung Politik: „Worauf wartet Deutschland?“ Und forderten von der schwarz-roten Bundesregierung ein vier Punkte-Programm. So soll ein „Basis-Standard Wohnen“ den Neubau von mehr und günstigeren Wohnungen garantieren. Darüber hinaus sollen im Fokus der Förderung von Bund und Ländern die Schaffung von Sozialwohnungen (Zielmarke: 100.000 Wohnungen pro Jahr) und der Neubau von bezahlbaren Wohnungen (Kaltmiete von 8,50 Euro bis 12,50 Euro pro Quadratmeter) stehen. Ergänzend solle beim Bau von Wohnungen mehr Tempo unter anderem durch schnellere Genehmigungen erreicht werden sowie eine „Bundesstatistik der Baubeginne“ eingeführt werden, um die Neubauaktivität genau zu kennen.

Wie in den Vorjahren wurde anlässlich der Veranstaltung eine aktuelle Studie vorgestellt. Darin zeigen das Bauforschungsinstitut Arge aus Kiel und das Berliner Forschungsinstitut RegioKontext neue Bau- und Wohnformen als mögliche Lösungen für die Krise am Wohnungsmarkt auf. Dazu gehört unter anderem der Gebäudetyp E, zu dem das Bundesbauministerium ein entsprechendes Gesetz plant. Dieses solle bis Ende des Jahres realisiert werden, berichtete die Bundesbauministerin Verena Hubertz beim Polit-Talk des Wohnungsbautages.

Einen ausführlichen Bericht zum Wohnungsbautag gibt es in der April-Ausgabe des BaustoffMarkt.

zuletzt editiert am 27. März 2026