Das Verbändebündnis Wohnungsbau hatte zum 15. Wohnungsbautag nach Berlin eingeladen.
Beim 15. Wohnungsbautag in Berlin wurde unter anderem über den Regelstandard E gesprochen. (Quelle: Redaktion)

Veranstaltungen 2024-04-12T07:32:45.271Z 15. Wohnungsbautag in Berlin

In Berlin hatte das Verbändebündnis Wohnungsbau am Donnerstag zum 15. Wohnungsbautag eingeladen. „Im vergangenen Jahr haben wir davor gewarnt, dass der Wohnungsbau vor einem Kipppunkt steht. Dieser ist nun überschritten, mit dramatischen Konsequenzen. Die Einbußen der Branche liegen bei minus 25 bis minus 50 Prozent gegenüber den Vorjahren, die Insolvenzwelle rollt. Wir brauchen jetzt dringend positive Signale“, schilderte BDB-Präsidentin Katharina Metzger die aktuelle Situation der Branche.

Prof. Dr. Martin Gornig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung stellte eine Studie zur WIrtschaftskraft hinter dem Wohnungsbau vor, die belegt, warum die Wiederbelebung des Sektors so wichtig ist. Denn aufgrund des Umsatzvolumens und der Anzahl der Beschäftigten ist der Wohnungsbau für Deutschland ähnlich bedeutend wie die Automobilindustrie. Prof. Dietmar Walberg präsentierte eine Studie zu den Baukosten und -standards, die das Potenzial einfachen Bauens aufzeigt.

Das Bauen einfacher werden und schneller werden müsse, erklärte auch die Bundesbauministerin Klara Geywitz in ihrem Grußwort. Dazu seien Gesetzesänderungen nötig, an denen das Bauministerium gemeinsam mit dem Justizministerium und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz arbeite.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht in einem Bürokratieabbau ebenfalls eine Möglichkeit, um die Bautätigkeit zu beschleunigen. Das müsse dringend geschehen, denn ausreichend Wohnraum sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Einen ausführlichen Bericht zum Wohnungsbautag lesen Sie in der kommenden Ausgabe des BaustoffMarkt.

zuletzt editiert am 12. April 2024