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ZVEI Umfrage
Was kommt nach der Corona-Pandemie? Das wollte der Fachverband ZVEI von seinen Mitgliedsunternehmen wissen. Grafik: Pixabay/allinonemovie
03.07.2020 Sicherheitstechnik

Post-Corona-Einschätzungen von Sicherheitstechnik-Unternehmen

Der Verband ZVEI hat erneut seine Mitglieder aus der Branche der Sicherheitstechnik befragt, wie sie die Corona-Krise wahrnehmen. Demnach sei für 37 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen aus der Sicherheitstechnik klar, dass Home Office in Zukunft vermehrt genutzt werden wird. In den restlichen 63 Prozent werde dies aktuell zumindest intensiv diskutiert. Weitere Ergebnisse aus der vierten ZVEI-Ad-hoc-Umfrage zur Corona-Krise im Bereich Sicherheitstechnik: Die befragten Unternehmen befassen sich mit der zukünftigen Ausgestaltung der strategischen Lieferketten. 52 Prozent gaben an, den Fokus auf mehr Regionalisierung zu legen. Ein weiteres Drittel der Unternehmen wolle zumindest die Lagerhaltung in Zukunft erhöhen.

Zur Entwicklung der Nachfrage in Bezug auf Produkte und Dienstleistungen berichte über die Hälfte der befragten Unternehmen der Sicherheitstechnik von einer Erholung des Geschäfts in China. Für Deutschland gehe ebenfalls rund die Hälfte der Unternehmen davon aus, dass der Tiefpunkt bereits erreicht ist.

Die Umfrage gebe erste Hinweise darauf, dass die deutsche Sicherheitstechnik verhältnismäßig gut durch die globale Pandemie gekommen ist. So gaben lediglich zehn Prozent der Unternehmen an auf Kurzarbeit gesetzt zu haben, weitere zehn Prozent berichten von erheblichen Corona-bedingten Beeinträchtigungen im Produktionsablauf. 59 Prozent gaben sogar an, keinerlei Kürzungen der Produktionskapazitäten während der Krise durchgeführt zu haben. Für die Hälfte der Befragten sei die Liquidität während der Krise dementsprechend nie ein Problem.

Trotzdem müssten nun auch erstmals Unternehmen der Sicherheitstechnik personelle Konsequenzen folgen lassen. Fünf Prozent gaben an, dass Personal bereits abgebaut werden musste, weitere 73 Prozent der Unternehmen müssten zurzeit damit planen. Aktuell gehen die befragten Mitgliedsunternehmen des ZVEI-Fachverbands Sicherheit von einem geschätzten Umsatzrückgang für das Jahr 2020 von minus neun Prozent aus. Hiermit wäre die Branche etwas besser durch die Krise gekommen als die gesamte Elektroindustrie, welche aktuell mit einem Umsatzrückgang von minus zehn Prozent rechne.

Die politischen Maßnahmen im Rahmen des Konjunkturprogrammes werden durchweg neutral bewertet. Dies liege beispielsweise daran, dass die geplante Senkung der EEG-Umlage vermutlich keine messbaren Auswirkungen auf die Produktionskosten der Branche haben wird.

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