Gegen Langeweile im Straßenbild: kreative Putztechniken geben Gebäuden individuellen Charme Quelle: ©sakret
Gegen Langeweile im Straßenbild: kreative Putztechniken geben Gebäuden individuellen Charme. Quelle: ©sakret
01. May 2021 | Teilen auf:

Dekorative Oberflächengestaltung durch Putze

Die Oberflächengestaltung von Putzflächen ermöglicht eine individuelle Gestaltung der Fassade und prägt damit den Charakter eines Bauwerks.

Betonoptik – modern und zeitlos

Die Optik von Sichtbeton ist im Trend. Ein geeigneter Putz wie SAKRET Klebe- und Armierungsmörtel wird mit 3–4 mm Dicke aufgetragen und plan verzogen. Die noch frische Putzoberfläche mit einem Putzbesen strukturieren, die Oberfläche mit einer Stahlkelle nachglätten und Schalungsstrukturen und Abstandshalter mit einem Fugeisen imitieren.

Bossenputz – repräsentatives Gewand

Bossenputze werden seit Jahrhunderten in der Gestaltung repräsentativer Fassaden verwendet. Kennzeichen sind die regelmäßig angeordneten Nuten in der Putzfläche.

Zunächst wird ein Grundputz wie der SAKRET Sanierputz SP aufgezogen, dessen Dicke in den Nuten noch mindestens ein Zentimeter der Putzschicht belässt. Die Lage der Nuten wird angezeichnet und die Nut mit einem Stukkateureisen vorgezogen. Dabei darf die Putzoberfläche nicht abtrocknen.

Anschließend die Nuten mit Hilfe eines Nutenhobels ziehen, die Oberfläche der Bossen grob vorfilzen und die Ecken und Kanten korrigieren. Unebenheiten werden mit Hilfe des Gitterrabots korrigiert. Nach ausreichender Standzeit die Fläche mit feinem Filzputz überziehen, die Bossenflächen ausfilzen und die Ecken der Nuten gerade abziehen.

Besenstrich/Kammzug – plastische Gestaltung

Kammzug- und Besenstrichstrukturen. Quelle: ©sakret

Kammzug- und Besenstrichstrukturen vermitteln einen plastischen Eindruck der Putzfläche. Der Putz, z. B. der SAKRET Klebe- und Armierungsmörtel, wird in 2–4 mm Dicke aufgezogen, geglättet und dann strukturiert.

Besenstrich: Ein vorgewässerter Reisig- oder Kokosbesen mit geradem Borstenschnitt in der gewünschten Richtung gerade oder in Wellen über den  noch feuchten Putz ziehen.

Kammzug: Der frische Putz wird mit einem speziellen Putzkamm oder einer Zahntraufel strukturiert.

Filzputz – für glatte Flächen

Filzputz bildet eine sehr feine, nur durch freigelegtes Korn strukturierte Fläche. Nach dem Ansteifen des Mörtels wird die Fläche mit einem Filzbrett nachgerieben, Unebenheiten beseitigt und das Korn freigelegt.

Kratzputz – robust und optisch ansprechend

Traditioneller Kratzputz ist die Putzvariante, die ohne den Einsatz von Algiziden oder ähnlichem am längsten Widerstand gegen Verunreinigungen und Besiedelung mit Mikroorganismen bietet. Quelle: ©sakret

Kratzputz, wie der SAKRET Kratzputz KP, wird ca. 10-20 mm dick aufgetragen, plan verzogen und mit einem Flächenspachtel nachgeglättet.

Nach Erhärtung des Mörtels wird die Oberfläche mit einem Kratzputzigel aufgerissen und flächig heruntergekratzt. Dabei sollen sich Körner aus der Fläche sauber ablösen, Fachleute nennen das den Zeitpunkt “wenn das Korn springt“.

Freie Struktur - handwerkliche Vielfalt

Freie Strukturen bieten viele Möglichkeiten zur Gestaltung einer Fläche. Von rustikalen Gestaltungen über moderne Techniken bis hin zur historischen Gestaltung. Quelle: ©sakret

Der Putz, z. B. SAKRET Modellierputz MP, wird ca. 3 bis 5 mm aufgetragen und plan verzogen. Anschließend den noch frischen Mörtel strukturieren. Bei der Strukturierung muss die gesamte Fläche einheitlich sein. 

Schleppputz – traditioneller Hingucker Schleppputz

Die spezielle Oberflächenstruktur entsteht dadurch, dass der grobe Unterputz angeworfen oder gespritzt wird, anschließend plan verzogen und nach kurzem Ansteifen mit einer Kardätsche oder mit einem Holzbrett senkrecht nachgeschabt wird. Dabei entsteht die charakteristische Struktur aus einer Mischung von aufgerissenen Bereichen und Rillen aus rollendem Grobkorn.

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