Die Sandwichplatten haben einen Kern aus expandiertem Mais. Foto: Moira Burnett

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28. August 2018 | Teilen auf:

Sandwichplatten aus Popcorn

Im Projekt wendeten die Forscher zwei verschiedene Verfahren an. Beim Einschritt-Verfahren wird Popcorn für den Kern sowie Holzspäne und Holzfasern für die Deckschicht beleimt, dann jeweils gestreut und in einem Zug zu einer Platte verpresst. Im Zweischritt-Verfahren stellten die Forscher zunächst die Popcornverbundplatte her und beplankten sie erst anschließend mit den Deckschichtmaterialien Sperrholz, Dünn-Faser- und Dünn-Spanplatte, Aluminium und Hochdrucklaminat. Zur Verleimung eignete sich eine vier- bis achtprozentige Beimischung von harnstoffformaldehydbasierten Harzen oder von Methandiisocyanat am besten.
Eine Prüfung der fertigen Sandwichplatten bezüglich ihrer mechanischen Kennwerte zeigte, dass sie bei deutlich geringerem Gewicht ähnliche Eigenschaften wie herkömmliche Spanplatten haben. So erreichten im Einschritt-Verfahren hergestellte Platten bei nur halb so großer Rohdichte die gleichen Biegeeigenschaften wie die Referenz-Spanplatten. Die im Zweischritt-Verfahren hergestellten und mit Sperrholz beziehungsweise mit Aluminium beschichteten Platten waren deutlich tragfähiger als die Referenz.
Holzwerkstoffhersteller könnten die Platten auf bestehenden Anlagen produzieren. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)hat das Vorhaben über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert.
Mehr zu den Sandwichplatten aus Popcorn erfahren Sie in der September Ausgabe von baustoffpraxis.
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