DGfM fordert verstärkten Einsatz von Mauerwerk im Wohnungsbau

DGfM Pressekonferenz
Auf der BAU forderte die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau stärkere politische Anstrengungen beim Wohnungsbau. Foto: Redaktion

Im Baujahr 2018 wurde deutlich weniger gebaut als tatsächlich gebraucht wird, so die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) am Montag (14.1.) bei einer Pressekonferenz auf der BAU. "Bei den Baugenehmigungen gibt es bereits wieder negative Vorzeichen. Brisant ist, dass beim Ein- und Zweifamilienhaus die Baugenehmigungen sinken", sagte der DGfM-Vorsitzende Dr. Hannes Zapf.

Nach Einschätzung des Dachverbands bekomme der Wohnungsbau die zusätzlichen Kapazitäten, die er jetzt brauche, bei den Baustoffen vor allem von der Mauerstein-Industrie. Matthias Günther, Institutsleiter beim Pestel-Institut, untermauert dies: "Mehr Wohnungsbau ist überhaupt erst durch das Bauen mit Ziegel- und Kalksandsteinen, mit Porenbeton- und Leichtbetonsteinen möglich. Immerhin hat das Mauerwerk einen Anteil von 73 Prozent bei neu gebauten Wohnungen".

Einen "Münchner Bau-Appell" richtete der Verband während der Pressekonferenz an die Politik. So müssten Bund, Länder und Kommunen eine Bauland-Offensive starten und der Bodenspekulation einen Riegel vorschieben. Ebenso sollten der Bund und die Länder ihre Förderung für den sozialen Wohnungsbau deutlich aufstocken. Zudem müsse es eine Entschlankung des Baurechts und bundesweite Typengenehmigungen geben, so die dritte Forderung des Verbands.