Nordbau verzeichnet Besucheranstieg

Nordbau von oben
Am Freitag kreiste das Zeppelin-Luftschiff über dem Messegelände. Wer auf der Nordbau eine Baumaschine gekauft hat, durfte mitfliegen. Foto: Nordbau/Banckstudios

Die Nordbau 2017 hat den leichten Besucherrückgang der letzten Jahre umgedreht. Zu der Baumesse kamen letzte Woche an fünf Tagen (13. bis 17. September) insgesamt 66.200 Besucher auf das Gelände der Holstenhallen in Neumünster. Die Besucherzahl stieg damit gegenüber dem Vorjahr um knapp 6.000 an. Das bisherige Rekordergebnis stammt aus dem Jahr 2011 und liegt bei 74.700 Besuchern. Damals dauerte die Messe allerdings noch sechs Tage. Mit 849 Ausstellern aus 15 Ländern war die Nordbau dieses Jahr zum 16ten Mal in Folge ausverkauft.

2016 hatten eine Vollsperrung der A7 im Raum Hamburg sowie das für die Jahreszeit ungewohnt heiße Wetter viele Baupraktiker vom Messebesuch abgehalten. Diesmal gab es keine derartigen Anreisehindernisse. Nur am Eröffnungstag spielte das Wetter der Nordbau kurzzeitig einen ungemütlichen Streich. Am Nachmittag fegte Herbststurm „Sebastian“ über das Messegelände. Die Messeleitung entschied sich vorsichtshalber, zwei Leichtbauhallen vorübergehend evakuieren zu lassen.

Eröffnet wurde die 62. Nordbau von Schleswig-Holsteins neuem Ministerpräsidenten Daniel Günther. Er warb für Arbeit und Ausbildung in den Bauberufen und wertete den Bauboom als gutes Zeichen für Schleswig-Holstein. „Die Nordbau ist eine der wichtigsten Messen für ganz Norddeutschland und sogar für Skandinavien“, so Günther.

Zufrieden äußerte sich Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen Neumünster: „Unsere Aussteller haben mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung, Stadtbegrünung und Infrastruktur ein aktuelles und attraktives Angebot für alle Bauverantwortlichen geboten und dies anhand vieler Beispiele plastisch und verständlich dargestellt. Das zeichnet die Besonderheit der Nordbau aus.“ Wir berichten in der Oktober-Ausgabe des baustoffmarkt ausführlich über die Messe.