Mapei-Chef Giorgio Squinzi verstorben

Giorgio Squinzi
Foto: Mapei

Anfang dieser Woche nahm die Branche von Giorgio Squinzi, Chef des italienischen Mapei-Konzerns, Abschied. Der 76-Jährige war am 2. Oktober 2019 verstorben. Squinzi wurde am 18. Mai 1943 im lombardischen Cisano Bergamasco in der Provinz Bergamo geboren.

Der Name des studierten Industrie-Chemikers bleibt untrennbar mit dem Aufstieg der Mapei aus einfachen familiären Anfängen in Mailand zu einem weltweit führenden Hersteller von bauchemischen Produkten verbunden. Die Industrie-Gruppe umfasst 89 Unternehmen und Produktionsstandorte in 36 Ländern, an denen über 10.000 Beschäftigte im Jahr 2018 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro erwirtschafteten. Der sprachgewandte Unternehmer – neben italienisch verständigte sich Squinzi fließend in Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch – engagierte sich zeitlebens als technischer Autor und in Verbänden. Zweimal war er Präsident des Verbandes der Italienischen Chemieindustrie. Von 2012 bis 2016 führte er außerdem den italienischen Industrieverband Confindustria als Präsident. Er war Ratsmitglied der Italienischen Zentralbank Banca D´Italia (2011 – 2012) und erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie zum Beispiel den Verdienstorden der Italienischen Republik. Squinzi saß seit 2016 im Verwaltungsrat des Mailänder Opernhauses „Teatro alla Scala“, in dem die Mapei als Gesellschafter fungiert.

Giorgio Squinzi, den die Tageszeitung Corriere della Sera in ihrem Nachruf als „Gentleman-Industriellen“ beschrieb, hinterlässt die Ehefrau Adriana und die beiden Kinder Veronica und Marco.