09.06.2017 Keramikmarkt

Umsätze der italienischen Fliesenindustrie 2016 gestiegen

Vittorio Borelli
Verbandspräsident Vittorio Borelli erläuterte das Branchenjahr 2016. Foto: Redaktion/ul

Der Verband der italienischen Fliesenindustrie Confindustria Ceramica hat am Mittwoch, 7. Juni, seine Jahrespressekonferenz in Sassuolo abgehalten. Verbandspräsident Vittorio Borelli und Geschäftsführer Armando Cafiero illustrierten die Umsatzentwicklung des Jahres 2016 und die Situation in den ersten Monaten des laufenden Jahres. Italiens Fliesenhersteller blicken demnach auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Der Umsatz der Unternehmen stieg um 5,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Hiervon entfallen 4,6 Milliarden Euro auf das Exportgeschäft, dies entspricht einem Plus von 6,3 Prozent. Der Inlandsmarkt stabilisierte sich endlich bei einem Umsatz von 829 Millionen Euro (2015: 799). Die 147 Hersteller in Italien produzierten im Jahr 2016 insgesamt 416 Millionen Quadratmeter (+5,4 Prozent). Weitere Themen waren das weiterhin sehr hohe Investitionsniveau der Unternehmen sowie die Pläne zur Verbesserung und Entzerrung der Logistik in der Region Sassuolo.

Derweil bleiben die Augen der Branche auf den kommenden September gerichtet, wenn nicht nur die Branchenmesse Cersaie in Bologna ihre Toren öffnet, sondern auch die EU-Kommission darüber entscheiden wird, ob die Antidumping-Maßnahmen gegen die Einfuhr von „Billigfliesen“ aus China verlängert werden: Die Entscheidung hierüber ist nach Meinung der Confindustria Ceramica von vitaler Bedeutung für die Keramikindustrie in ganz Europa.

Einen ausführlichen Bericht zur Pressekonferenz von unserem Italien-Korrespondenten Uwe Leppert lesen Abonnenten in der Juli-Ausgabe des baustoffmarkt.