28.07.2020 Industrie

FHRK plant Fachtagung zum Thema „Radonsicheres Bauen“

Horst Scheuring
Horst Scheuring (1. Vorsitzender). Foto: FHRK

Der Fachverband Hauseinführungen für Rohre und Kabel (FHRK), Schwerin, plant eine Fachtagung zum Thema "Radonsicheres Bauen", die am 3. und 4. November in Kassel stattfinden soll. Wie der Fachverband dazu mitteilt, habe das Thema eine hohe Relevanz für die Baustoffbranche. Radon ist nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) ein sehr bewegliches, radioaktives Edelgas, das man weder sehen, riechen oder schmecken kann und das aus natürlichem Uran in Böden und Gesteinen entsteht. Aus dem Erdboden gelangt das Edelgas auch in Gebäude und kann in entsprechender Konzentration Lungenkrebs verursachen. Vor diesem Hintergrund ist Anfang 2018 die sogenannte Euroatom-Richtlinie, die 2013 von den Mitgliedsstaaten der europäischen Union beschlossen wurde, in nationales Recht umgewandelt worden.

In Deutschland ist die Richtlinie in Form des neuen Strahlenschutzgesetzes in Kraft getreten. Das neue Strahlenschutzgesetz hat den Referenzwert für die Radonkonzentration in Gebäuden mit Arbeitsplätzen und Aufenthaltsräumen auf 300 Becquerel je Kubikmeter Luft definiert beziehungsweise festgelegt und hat radonsicheres Bauen in Deutschland gesetzlich festgeschrieben. Bis zum Jahresende müssen die Kommunen die Gebiete festlegen, in denen zu erwarten ist, dass die Werte überschritten werden. Damit gewinnt auch die Gebäudeabdichtung entweder als Radonprävention bei Neubauten oder bei der Radonsanierung im Bestand weiter an Fahrt.
Weitere Informationen zu der Veranstaltungen unter www.fhrk.de

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