28.04.2020 Industrie

Marktbilanz des VDPM mit Licht und Schatten in 2019

Marktentwicklung Trockenmörtel
Marktentwicklung Trockenmörtel in 1.000 t. Grafik: VDPM/Quelle: B+L Marktdaten
Entwicklung WDVS-Markt
Marktentwicklung WDVS in 1.000 Quadratmetern. Grafik: VDPM/Quelle: B+L Marktdaten

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) hat in Zusammenarbeit mit B+L Marktdaten die Bilanz für WDVS und Mörtelprodukte 2019 vorgelegt. Danach konnte die Trockenmörtel-Branche nach Berechnungen der Marktforscher ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 0,8 Prozent erhöhen. Im Hinblick auf die einzelnen Produktsegmente beim Mörtel gab es bei Estrichprodukten und Innenputzen eine überdurchschnittlich positive Marktentwicklung. Weniger zufriedenstellend zeigt sich die Bilanz bei den Außenputzen: Nach einer vielversprechenden Fortsetzung der positiven Entwicklung der Jahre 2017 und 2018 lagen die Absätze zum Jahresende 2019 hinter den Erwartungen zurück. Mit Blick auf den WDVS-Markt bilanziert der Verband für 2019 eine negative Entwicklung mit einem Rückgang um 2,4 Prozent auf 32,2 Millionen Quadratmeter verlegte WDVS. Eine Entwicklung, die laut VDPM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers auf die lange währende Unsicherheit bei der steuerlichen Förderung der energetischen Modernisierung zurückzuführen sei. Dieser Trend sei im ersten Quartal 2020 zunächst gestoppt worden, heißt es dazu weiter.

Ausblick 2020 birgt Ungewissheit

Zugleich präsentierte der Verband mit der Veröffentlichung der Zahlen für 2019 auch einen ersten Ausblick auf das laufende Jahr. Nach einem zunächst guten Jahresstart für die im VDPM organisierten Unternehmen und bisher überschaubaren Auswirkungen der Corona-Krise auf den Baustellen in Deutschland, rechnen Experten ab dem zweiten Quartal vielfach mit einer schwierigeren Absatzsituation. Gründe dafür sind ein erhöhter Krankenstand, Hindernisse bei der Einreise für Subunternehmer aus den Nachbarländern, logistische Ausfälle und Verzögerungen im Genehmigungs- und Planungsprozess. Dennoch könnte sich die Bauwirtschaft laut B+L-Prognosen positiv von der Gesamtwirtschaft abkoppeln. So konnte fast die gesamte Bauzulieferindustrie ein sehr gutes erstes Quartal 2020 verbuchen und Vorsorge treffen: Um zu erwartende Materialengpässe zu vermeiden, bauten Handel und Handwerk zusätzliche Lagerbestände auf. Des Weiteren führten verzögerte Lieferungen aus Asien zu verstärkter Nachfrage bei europäischen Lieferanten. Vor diesem Hintergrund sei laut B+L davon auszugehen, dass das Bauvolumen (BV) in Deutschland weniger zurückgehen werde als die gesamtwirtschaftliche Leistung (Stand 14. April). Nach Hochrechnungen sei vorerst von einem Rückgang von 1,2 Prozent im Bauvolumen des Hochbaus auszugehen.

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Foto:jarmoluk/pixabay

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