21.04.2020 Industrie

Sika spürt erste Bremswirkungen der Corona-Krise im Geschäftsverlauf

Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht
Rund 30 Länder, in denen Sika weltweit vertreten ist, befinden sich im Lockdown. Foto: Sika

Dank eines guten Starts ins Geschäftsjahr 2020 erzielte der Schweizer Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika mit Sitz in Baar im ersten Quartal einen neuen Umsatzrekord von 1,81 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet rund 1,72 Milliarden Euro). Das entspricht einer Steigerung von 15,4 Prozent in Lokalwährungen. Ein negativer Währungseffekt von -5,1 Prozent führte zu einem Umsatzzuwachs in Schweizer Franken von 10,3 Prozent. Der Akquisitionseffekt lag bei 16,7 Prozent. Damit ist das organische Wachstum im ersten Quartal mit -1,3 Prozent leicht negativ.

Darin zeichnen sich, wie es dazu in einer Presseinformation heißt, erste Auswirkungen der Corona-Krise auf den Geschäftsverlauf ab. Ab Mitte März befanden sich nach Unternehmensangaben rund 30 Länder, in denen das Unternehmen mit Tochtergesellschaften und Produktionsstätten vertreten sei, im Lockdown. Da sich die Situation laufend verändert, passe das Unternehmen die Maßnahmen gezielt den Gegebenheiten an, heißt es weiter. Paul Schuler, Vorsitzender der Konzernleitung: „Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat Sika in allen betroffenen Märkten rasch und konsequent die nötigen Maßnahmen umgesetzt, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen, die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten und sich mit gezieltem Kosten-Management den neuen Marktbedingungen anzupassen. Auch Sika wird von der Krise betroffen sein, doch durch unsere Kundennähe in allen Ländern können wir schnell Opportunitäten wahrnehmen und somit weiter Markanteile gewinnen.“

Mit Blick auf die EMEA Region erzielte Sika im ersten Quartal eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 13,3 Prozent (Vorjahr: 8,2 Prozent). Die Länder der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), die nordischen Länder, Osteuropa und der Nahe Osten realisierten dabei nach Unternehmensangaben gute Geschäftsverläufe. Ende März konnte zudem die Akquisition von Adeplast (Rumänien) abgeschlossen werden, wie das Unternehmen weiter berichtet.

Jahresprognose vorerst einkassiert

Eine konkrete Prognose zum weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2020 sei im gegenwärtig volatilen Umfeld noch nicht möglich. Vieles sei davon abhängig, wann einzelne größere Länder aus dem Lockdown herauskommen und wie die Virusausbreitung im Verlauf des Jahres kontrolliert werden könne, meldet das Unternehmen weiter. Einer globalen Rezession könne sich auch Sika nicht gänzlich entziehen, jedoch sei man davon überzeugt, mit den eingeleiteten Maßnahmen und der Nähe zum Markt die Position weiter verbessern zu können und als stärkeres Unternehmen aus dieser Situation hervorzugehen, heißt es abschließend im Quartalsbericht.
Allerdings bestätigten die Schweizer ihre Ziele der „Strategie 2023“. Demnach soll der Umsatz jährlich um 6 bis 8 Prozent wachsen und es werde eine höhere Ebit-Marge ab dem Geschäftsjahr 2021 angestrebt.

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Foto:jarmoluk/pixabay

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