18.11.2019 Industrie

Ziegelindustrie meldet solides erstes Halbjahr 2019

Dr. Matthias Frederichs
Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie, freut sich über steigende Produktionszahlen der Ziegelhersteller im ersten Halbjahr. Foto: Bundesverband Ziegelindustrie/Christoph Große

Die deutsche Ziegelindustrie zieht für das erste Halbjahr 2019 eine verhalten optimistische Bilanz. So verweist der Branchenverband auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach die Produktion im Bereich Wand um 2,6 Prozent gewachsen ist. Allein der Hintermauerziegel erzielte eine Produktionsmenge von fast 2,8 Millionen Kubikmetern und lag damit über den Vorjahreswerten. In der wertmäßigen Betrachtung ist vor allem bei Fassadenprodukten ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen (5,2 Prozent). Für den Dachziegelbereich konstatieren die Statistiker hingegen einen leichten Produktionsrückgang (-0,7 Prozent). "Die Zahlen zeigen, dass die Ziegelindustrie ihre Position als bedeutender Akteur bei der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum behaupten kann", sagt Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie.

Sorge bereitet der Branche nach eigenen Angaben die rückläufige Zahl an Baugenehmigungen. Großes Potenzial biete dabei der Dachausbau. Nach einer Studie der TU Darmstadt könnten auf deutschen Dächern bis zu 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen.

"Auch bei der Erreichung der Klimaziele kann die Ziegelindustrie einen wesentlichen Beitrag leisten. Allein durch die Erhöhung der Dachsanierungsquote von derzeit 1,3 auf 2 Prozent ließen sich 94 Millionen Tonnen CO2 einsparen", so Frederichs.

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Foto:jarmoluk/pixabay

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