Roto Firmen- und Organisationsstruktur
Mit einer neuen Firmen- und Organisationsstruktur will die Roto Gruppe, Leinfelden-Echterdingen, die Weichen für weiteres Wachstum stellen. Grafik: Roto
08.10.2018 Industrie

Roto strukturiert Unternehmensgruppe um

Mit einer neuen Firmen- und Organisationsstruktur will die Roto Gruppe, Leinfelden-Echterdingen, die Weichen für weiteres Wachstum stellen. Wie der Bauzulieferer mitteilt, treten die Veränderungen zum Jahresbeginn 2019 in Kraft. Das Herzstück sei die Bildung von einer Holdinggesellschaft und drei eigenständigen, voll ergebnisverantwortlichen Unternehmen. Bei der Umstrukturierung gelte die Devise "dezentral geht vor zentral". Die Gruppe werde dadurch schneller, ökonomischer, effizienter und damit letztlich noch kundennäher. Zudem blieben so Sicherheit und Verlässlichkeit für Mitarbeiter, Kunden, Marktpartner und Lieferanten ebenso erhalten wie die Solidität des Eigentümers.

Im Einzelnen fungiere die von Dr. Eckhard Keill als Vorstand geführte Roto Frank Holding AG ab 2019 als "non operative" Dachgesellschaft. Sie sei primär unter anderem für die generelle Strategiefindung und -überwachung, das Gebiet Patente und Recht, die Akquisitionspolitik, Corporate Identity (CI) und Corporate Design (CD) sowie die allgemeine Unternehmenskommunikation verantwortlich. Außerdem vertrete sie die Eigentümerrechte in den drei Gruppen-Firmen und übe bei ihnen zusammen mit den Aufsichtsgremien die Kontrollfunktion aus.

Bei der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie werde im Verlauf des nächsten Jahres eine externe Persönlichkeit den Vorsitz der Geschäftsführung der neuen Firma übernehmen und dann Keill in dieser Position ablösen. Der aktuelle Finanzvorstand der Roto Frank AG verfüge mit seinem langjährigen Know-how über die "sehr wichtige Expertise", um gerade die hohen internationalen Anforderungen professionell zu managen. Für die Beschäftigten bleibe im Kern "alles beim Alten".

Bei der Roto Frank Dachsystem-Technologie soll der Name die Kernkompetenz transportieren, die in der Entwicklung zum Vollsortimenter bei Dachfenstern zum Ausdruck komme. Die bisherige Leitung bleibt mit Christoph Hugenberg als künftiger Vorsitzender der Geschäftsführung unverändert.

Mit der Roto Frank Professional Service bündelt der Bauzulieferer nach eigenen Angaben sein strategisches Nachversorgungs-Engagement in einer separaten Gesellschaft. Das Unternehmen werde von Dr. Christian Faden geführt, der als jetziger Leiter Corporate Development aus den eigenen Reihen komme. In die "3. Division" seien gegenwärtig vier im Nachsorgegeschäft versierte Fachbetriebe aus Deutschland und der Schweiz integriert, die seit Oktober 2017 zur Roto Gruppe stießen. Dabei handele es sich um Wollenberg aus Berlin, Dachfenster Keller aus Thalheim bei Winterthur/Schweiz, Pfeil und Söhne aus München und Wiedemann Sicherheitsbeschläge aus Hannover.

In einer der nächsten Ausgaben des baustoffmarkt berichten wir ausführlich über die Umstrukturierung bei Roto.