02.07.2018 Industrie

Kein Wachstum mit Dachflächenfenstern in Österreich

Marktentwicklung Dachflächenfenster total in Österreich
Marktentwicklung Dachflächenfenster total in Österreich. Grafik: Branchenradar.com

Die Hersteller von Dachflächenfenstern haben in Österreich auch im Jahr 2017 vergeblich auf einen Aufschwung gewartet, das zeigt eine aktuelle Marktstudie von Branchenradar.com. Obgleich sich die Baukonjunktur in den letzten vier Jahren erfreulich positiv entwickelt hätte, sei dem Markt für Dachflächenfenster nur eine Seitwärtsbewegung gelungen. Zu Herstellerpreisen stagniere das Marktvolumen seit 2014 bei 34 Millionen Euro. Zwar sei es im Neubau in den Jahren 2016 und 2017 wieder moderat nach oben gegangen, die Zuwächse wurden aber laut der Marktanalyse  durch eine konstant erodierende Nachfrage aus dem Gebäudebestand wieder eingeebnet.

Im vergangenen Jahr wurde den Angaben zufolge nur noch rund ein Drittel aller verkauften Dachflächenfenster für den Austausch bestehender Bauelemente oder den nachträglichen Dachausbau verwendet. Im Jahr 2010 sein es noch 45 Prozent gewesen.

Das schwächelnde Bestandsgeschäft sei im Wesentlichen auf zwei Gründe zurückzuführen. Zum einen sei die Anzahl von Dachausbauten im Gebäudebestand seit 2012 rückläufig. Zum anderen verhinderten aber auch mehr und mehr die Kapazitätsengpässe im ausführenden Handwerk eine dynamischere Marktentwicklung. Im Jahr 2017 standen laut der Analyse neben Dachdeckern auch Spengler (Metallbearbeitung/Klempner)  ganzjährig auf der Mangelberufsliste. Und da die vorhandenen Personalressourcen in erheblichem Ausmaß im Neubau gebunden waren, konnten vielerorts Bestandgeschäfte entweder nicht mehr in die Auftragsbücher genommen werden oder wurden laut der Marktanalyse nur mit deutlichen Zuschlägen angeboten. Die dann doch recht hohen Preise schreckten offenbar so manchen Sanierungswilligen ab.