Rathscheck Schiefer
Rathscheck Schiefer wird die Moselschiefer-Produktion in Mayen schließen. Foto: Rathscheck
26.06.2018 Industrie

Rathscheck Schiefer wird Moselschiefer-Produktion in Mayen schließen

Das Moselschiefer-Bergwerk in Mayen-Katzenberg wird bis Ende 2019 die Produktion von Moselschiefer einstellen. Dies teilte die Geschäftsleitung von Rathscheck Schiefer mit, zu der die Moselschiefer-Bergwerke gehören.
Die geologische Situation mache einen weiteren rentablen Abbau des hochwertigen Moselschiefers nicht mehr möglich. Störungen in der Lagerstätte in einer Fördertiefe von circa 400 Metern hätten dazu geführt, dass sich die Produktionsmenge reduzierte. Erschwerend komme hinzu, dass die Formatgrößen limitiert sind. „Dies alles führt dazu, dass die steigende Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann“, so Andreas Jäger, Mitglied der Rathscheck-Geschäftsleitung.
Von der Schließung der Moselschiefer-Produktion sind 51 Mitarbeiter betroffen. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wird eine sozialverträgliche Lösung für die Mitarbeiter angestrebt. 

Rathscheck Schiefer setzt nach eigenen Angaben im Produktsegment „Altdeutsche Deckung“ künftig auf Gestein aus Spanien. Der Premium-Schiefer werde dort von den Tochtergesellschaften Grupo Cafersa und Pizarras Castrelos gewonnen und zeichne sich durch die gleich hohe Qualität wie Moselschiefer aus. Beide Gesellschaften gehörten seit zehn beziehungsweise fünf Jahren zur Unternehmensgruppe. Die in Galicien beheimateten Lagerstätten sichern Rathscheck nach eigenen Angaben langfristig ergiebige Vorkommen für die Belieferung des Weltmarktes.
Der Standort Mayen bleibe auch weiterhin Hauptsitz der Unternehmensgruppe.

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