16.11.2017 Industrie

Schwaches Dachfenstergeschäft für Roto im Kernmarkt Deutschland

Dr. Eckhard Keill
Dr. Eckhard Keill sieht für Roto für 2018 generell gute Chancen und erwartet leicht prosperierende Märkte. Foto: Redaktion/jule

Obwohl die Roto-Gruppe 2017 nicht alle selbst gesteckten Ziele voll erreichen wird, prognostiziert sie einen Gesamtumsatz von rund 630 Millionen Euro, der damit in einem per saldo weltweit konsolidierten Marktumfeld 1 bis 2 Prozent über Vorjahresniveau liegen wird. „Wenn die Politik der Wirtschaft nicht dazwischenfunkt“, sieht der Bauzulieferer für 2018 generell gute Chancen und erwartet leicht prosperierende Märkte. Daran will er mit einem Umsatzplus zwischen 3 und 5 Prozent angemessen partizipieren. So beschrieb der Vorstand während des 12. Internationalen Fachpressetages Mitte November in Böblingen bei Stuttgart die Eckpunkte der Unternehmensentwicklung. 

Mit Blick auf die Entwicklung in der Division Dach- und Solartechnologie (DST) berichtete der Vorstand per 30. September von einem kumulierten mittleren einstelligen Umsatzminus. Dieses Minus in der Division DST beruht primär auf dem „enttäuschenden dritten Quartal“ und den größtenteils rückläufigen Märkten, erläuterte Finanzchef Michael Stangier. Geringere Verkaufserlöse meldete er für Süd- und Osteuropa, während ein starkes Umsatzwachstum in Frankreich der Region Westeuropa zu einem moderaten Plus verholfen habe.

Die „negative Überraschung“ sei jedoch das schwache Geschäft im Kernmarkt Deutschland. Dafür gebe es gleich eine Reihe von Ursachen. Konkret wurden genannt: die Konzentration des Neubaubooms auf Mehrfamilienhäuser, die Flachdach-Dominanz in einigen Neubau-Clustern, die nachlassende Renovierung, der „beendete Hype“ rund um die energetische Sanierung sowie die zu geringen Handwerkskapazitäten.

Für 2018 kündigte der Vorstand eine „konsequente Vorwärtsstrategie an, die sich in der  Division Dach- und Solartechnologie in erster Linie auf die Praxis-Etablierung des „Q“-Sortimentes fokussiere.

Einen ausführlichen Bericht lesen Abonnenten in der Dezember-Ausgabe des baustoffmarkt.