22.06.2017 Industrie

VDPM bildet Informations-Allianz zum Thema Brandsicherheit von Wärmedamm-Verbundsystemen

Dr. Hans-Joachim Riechers
Dr. Hans-Joachim Riechers, zukünftiger Hauptgeschäftsführer des VDPM. Foto: VDPM

Der neuformierte Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) setzt ein erstes Zeichen und hat nach dem tragischen Hochhausbrand in London eine Allianz aus Unternehmerverbänden und Naturschutzorganisationen gebildet, um auf das erhöhte Informationsbedürfnis zum Thema Brandsicherheit von Wärmedämmung-Verbundsystemen zeitnah zu reagieren. Der Initiative gehören neben dem VDPM der Industrieverband Hartschaum (IVH), der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG), die Initiative Qualitätsgedämmt sowie die Umweltschutzorganisationen Naturschutzbund (NABU) und die Deutsche Umwelthilfe an. Als ersten Schritt hat die Allianz ein Schreiben herausgegeben, in dem sachlich und neutral formuliert Fragen gestellt und Antworten zur Brandsicherheit von Wärmedämm-Verbundsystemen gegeben werden. Dazu weist das Informationsschreiben unter anderem auf die hohen Sicherheitsstandards aufgrund bestehender Brandschutzvorschriften in Deutschland hin. Ziel sei es, die wieder aufkeimende Dämmstoffdiskussion zu versachlichen und so einer weiteren Verunsicherung rund um das Thema frühzeitig zu begegnen. Parallel weist die Allianz darauf hin, dass zu dem tragischen Brandereignis in London aktuell noch keine gesicherten Informationen vorliegen. Aus diesem Grund würden sich Aussagen der Allianz zu möglichen Brandursachen, Brandverlauf, eventuell an der Brandausbreitung beteiligten Komponenten und Baumaterialien sowie zur Frage, ob und in welchem Umfang entsprechende bauliche und brandschutztechnische Vorschriften eingehalten wurden, verbieten.