16.06.2017 Industrie

DUD befürchtet weiteren Antrieb der Preisspirale

Der Industrieverband der Produzenten 
von Kunststoff- Dach- und
 Dichtungsbahnen
Die problematische Versorgungslage treibt die Preisspirale weiter voran, befürchtet der Verband. Logo: DUD

Die Produzenten von Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahnen berichten erneut von einer problematischen Rohstoffversorgungslage, da nun auch die Weichmacher für PVC unter extremen Versorgungsdruck geraten und damit die Preisspirale im Baustoffmarkt weiter antreiben, meldet der Industrieverband der Produzenten 
von Kunststoff- Dach- und
 Dichtungsbahnen, DUD, mit Sitz in Darmstadt. Als erstes hatte bereits die Industrie für EPS-Dämmstoffe die Preise erhöht aufgrund von Verknappung der Produktionskapazitäten und deutlicher Preisanstiege bei Styrol. Zuletzt hatte  der DUD auf die weltweit knappe Versorgungslage und den rasanten Preisanstieg für Titandioxid hingewiesen, als nur ein besonders herausragendes Beispiel unter vielen Basisrohstoffen. Jüngst stiegen nun auch die Preise für PVC-Weichmacher dramatisch an und die Mitgliedsunternehmen seien teilweise von Liefereinschränkungen betroffen, meldet der Verband. Von drei wesentlichen europäischen Weichmacher-Lieferanten seien zwei derzeit nur extrem eingeschränkt lieferfähig. Steigende Einkaufspreise bei den Basisrohstoffen und logistischer Mehraufwand zur Versorgung auf gleichem Qualitätsniveau führen zu unverändert hohem und teilweise noch zunehmenden Kostendruck für die Hersteller. Weitere Preiserhöhungen im Baustoffmarkt seien daher auf weiter Front nicht auszuschließen, heißt es dazu abschließend aus Darmstadt.