25.04.2017 Industrie

CEO von Lafarge-Holcim tritt zurück

Eric Olsen
Eric Olsen. Foto: Lafarge-Holcim

Eric Olsen, CEO von Lafarge-Holcim, tritt zurück. Wie der Zementkonzern am 24. April verkündete, wird Olsen das Unternehmen Mitte Juli verlassen – zwei Jahre nachdem er die Rolle des CEO übernommen und die Fusion von Lafarge und Holcim erfolgreich umgesetzt habe. Als Grund für seinen Rücktritt nannte Olsen den „Syrien-Fall“. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Schutzgeldzahlungen an den IS im anhaltenden Syrien-Konflikt geleistet zu haben. Eine Verwicklung stritt Olsen allerdings ab: „Obwohl ich in keinerlei Fehlveralten involviert war oder davon Kenntnis hatte, denke ich, dass mein Rücktritt dazu beitragen wird, Ruhe in ein Unternehmen zu bringen, das während Monate diesbezüglich im Zentrum der Aufmerksamkeit stand.“ Der Konzern hatte zuvor im Rahmen einer internen Untersuchung eingeräumt, dass einige Maßnahmen, die für die Weiterführung eines sicheren Betriebs des Werks in Syrien getroffen wurden, nicht akzeptabel gewesen seien und dabei zugleich die Aussage von Olsen bestätigt.

Die Suche nach einem Nachfolger von Olsen werde umgehend eingeleitet, teilte der Zementriese weiter mit. In der Zwischenzeit werde Beat Hess, Präsident des Verwaltungsrats, die Übergangsphase bis zur Ernennung eines neuen CEOs beaufsichtigen. Roland Köhler, gegenwärtig Konzernleitungsmitglied für Europa, Australien/Neuseeland und Trading, wird zu diesem Zeitpunkt zum Chief Operating Officer ernannt.

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