24.01.2017 Industrie

Harter Preiswettbewerb im WDVS-Markt

Wärmedämm-Verbundsysteme
Der Markt für Wärmedämm-Verbundsysteme steht weiter unter Druck. Foto: bbroianigo/pixelio.de

Der Markt für Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) hat 2016 absatzseitig die Trendwende geschafft, zeigen aktuelle Daten im Branchenradar der Unternehmensberater von Kreutzer, Fischer und Partner mit Sitz in Wien. Nach signifikanten Rückgängen von jeweils mehr als 3 Prozent in den beiden Jahren zuvor erzielte der WDVS-Markt demnach zuletzt zumindest eine schwarze Null (+0,5 Prozent gegenüber 2015). Die Nachfrage sei auf knapp 36,6 Millionen Quadratmeter gestiegen.

Allerdings mache ein zunehmend härter geführter Preiswettbewerb das zarte Pflänzchen des Aufschwungs auf der Erlösseite rasch zunichte, heißt es dazu weiter im Branchenradar. Denn der Durchschnittspreis sank um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 25,2 Euro pro Quadratmeter zu Herstellerpreisen. Folglich rutschten auch die Erlöse zum vierten Mal in Folge ins Minus. Insgesamt lagen die Herstellererlöse bei 921 Millionen Euro (-1,6 Prozent gegenüber 2015). Damit habe der Markt seit 2012 rund 12 Prozent seines Volumens verloren, bilanzieren die Marktforscher aus Wien.