23.06.2020 Fachhandel

Eurobaustoff sagt BAU 2021 ab

Dr. Eckard Kern
Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff-Geschäftsführung. Foto: Eurobaustoff

Wie die Eurobaustoff aktuell bekannt gibt, wird die Kooperation im Januar nächsten Jahres nicht an der Internationalen Baumesse BAU in München teilnehmen. Die Entscheidung war auf der Aufsichtsrats-Sitzung der Kooperation in Bad Nauheim von Aufsichtsrat und Geschäftsführung einstimmig getroffen worden. Grund ist die seit Februar anhaltende Corona-Pandemie, die Großveranstaltungen jeglicher Art verhindert beziehungsweise massiv einschränkt. Und bis heute ist nicht abzusehen, ob die von Bund, Ländern und Kommunen erlassenen Einschränkungen im öffentlichen Leben bis Anfang nächsten Jahres aufgehoben sein werden.

„Wir mussten uns jetzt entscheiden“, so Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff-Geschäftsführung. „Wir legen viel Wert auf die persönliche Kommunikation mit unseren Partnern aus der Industrie, dem Handel, den Verbänden und aus dem Dienstleistungsbereich. Dieses ist aus unserer Sicht auf der nächsten BAU nicht mehr gegeben.“ Er begründet dies unter anderem mit den Absagen auf Herstellerseite. Auch eine kürzlich durchgeführte Umfrage des BDB verzeichnete einen Stimmungswandel im Fachhandel.  Mehr als Zweidrittel der Verbandsmitglieder gaben an, nicht oder diesmal ohne Profikundenbegleitung an der Messe teilnehmen zu wollen. „An einer Messe ohne die wichtigen Partner aus Industrie und Fachhandel teilzunehmen, macht für uns keinen Sinn, zumal wir die BAU als Kommunikationsplattform ansehen“, betont der Vorsitzende der Eurobaustoff gegenüber der Presse. Der jetzige Beschluss sei die Folge der vielen anderen Absagen. Dr. Kern versichert aber gleichzeitig, „dass uns der Erhalt der BAU als Branchentreff mit zweijährigem Turnus weiterhin am Herzen liegt.“ Das sei sicherlich kein Abschied für immer.

Vor diesem Hintergrund lautete sein Fazit zu der aktuellen Entscheidung: „Unser jetziges Vorgehen ist den aktuellen Umständen geschuldet und der Vorgehensweise vieler Hersteller. Zur BAU gibt es für uns keine Alternative, demonstriert sie die Bedeutung und Vielfalt unserer Branche. Außerdem lebt der Fachhandel nicht von virtuellen Kontakten, sondern vom direkten, persönlichen Gespräch mit seinen Lieferanten und Profikunden.“

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