04.02.2020 Fachhandel

Hagebau setzt "Evolution" in Gang

Zentrale in Soltau
Die Zentrale in Soltau. Foto: Hagebau

Die Hagebau hat Anfang Februar das Effizienzprogramm EVO gestartet. Ziel sei es, mit effizienten Organisations- und Kostenstrukturen in Zukunft noch erfolgreicher am Markt zu agieren, teilt die Kooperation mit. Der Begriff EVO stehe für Evolution - und damit für die konsequente Entwicklung der Kooperation. "Der digitale Wandel stellt die Hagebau-Gesellschafter vor große Herausforderungen: Von der Umstellung der Prozesse bis hin zu einem wachsenden Online-Wettbewerb reicht die Spannbreite. In dieser Situation benötigen die Gesellschafter eine schlagkräftige und schlanke Zentrale", erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende Johannes M. Schuller den Hintergrund.

Im vergangenen Jahr hatten die rund 300 Gesellschafter der Kooperation auf dem Zukunftskonvent einen New Deal verabschiedet (wir berichteten). Dieser beschwor zum einen die Rückbesinnung auf die Gründungswerte, zum anderen gemeinsam den digitalen Wandel anzugehen und ihn aus eigener Kraft zu gestalten. "Mit dem Projekt EVO schaffen wir jetzt Strukturen, die diesen Ansprüchen genügen", wird Jan Buck-Emden, Vorsitzender der Geschäftsführung, zitiert.

Die Kooperation folgt nach eigenem Bekunden dabei auch dem Leitsatz "structure follows strategy", nach dem sich die Struktur eines Unternehmens der Strategie anpassen müsse. Diese Strategie ist im Rahmen von "Hagebau X" entstanden und soll nicht zuletzt gewährleisten, dass die Kooperation effizienter, schneller und transparenter miteinander arbeiten kann. Über die Jahre seien jedoch komplexe Prozesse entstanden, die gerade in dieser wettbewerbsintensiven Zeit auch hohe Kosten mit sich brachten. "Wir wollen Kompliziertes vereinfachen und Klarheit im Handeln erzeugen", so Buck-Emden. 

Das Effizienzprogramm werde von der Unternehmensberatung Oliver Wyman begleitet und beinhalte, dass die Mitarbeiter über jeden Projektschritt auf dem Laufenden gehalten werden. Die aktuelle Planung sehe dabei vor, dass nach der Analysephase die Konzepterarbeitung und Umsetzungsplanung erfolgt, um dann bis Ende des Jahres alle Maßnahmen umsetzen zu können, heißt es.

In der März-Ausgabe des BaustoffMarkt lesen Sie ein Interview mit Jan Buck-Emden zu der Entwicklung der Hagebau.

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