03.05.2019 Fachhandel

Wachsende Ansprüche an Holz-Handwerksbetriebe

Herausforderungen
Die größten Herausforderungen laut Studie. Grafik: Becher

Die Ansprüche der Kunden an holzverarbeitende Betriebe sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Das hat die Studie "Becher fragt das Handwerk", an der zwischen November 2018 und Februar 2019 mehr als 1.100 Handwerksbetriebe in der Holzverarbeitung online und vor Ort teilnahmen, ergeben. Die befragten Tischler-, Schreiner- und Innenausbaubetriebe sind immer öfter in der Pflicht, auch Nicht-Holz-Werkstoffe zu verarbeiten. Allem voran Glas (63 Prozent) und Beschläge (63 Prozent), aber auch Aluminiumprofile mit 56 Prozent. Zudem werden neben Trockenbaustoffen (34 Prozent) immer häufiger Mineralwerkstoffe, Granit, Stein oder Beton verarbeitet (26 Prozent).

Die Zeichen für die Zukunft scheinen laut Studie derweil gesetzt: Die Anforderungen an Individualität und Originalität gewinnen in den befragten Unternehmen deutlich an Bedeutung (68 Prozent). Die Beratungs- und Planungskompetenzen werden daher immer wichtiger, damit die Kunden optimal bedient werden können. Auch gewerkübergreifende Aufträge wie beispielsweise eine Bad-Komplettsanierung nehmen immer weiter zu (42 Prozent).

Im Tagesgeschäft der Holzverarbeiter zählt vor allem Zeit, sowohl bei der Erstellung von Angeboten wie auch bei der Verfügbarkeit der Materialien. Materialbeschaffung (57 Prozent) und Lieferverfügbarkeit (53 Prozent) gehören zu den größten Herausforderungen im Alltag. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern beeinflusst das Tagesgeschäft zusätzlich: 47 Prozent der 1.180 befragten Betriebe leiden unter Fachkräftemangel. Auch der Preisdruck ist immens - das Preisniveau ist für 62 Prozent der Unternehmen die größte Herausforderung gegenüber den Kunden.

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