05.07.2018 Fachhandel

Verarbeiter kaufen überwiegend im Fachhandel

Verarbeiter
Verarbeiter beziehen über die Hälfte des Materials im Fachhandel. Foto: Pixabay

Die Fachhändler sind immer noch traditionell die erste Anlaufstelle für die Verarbeiter, wenn es um den Materialeinkauf geht. Dies meldet das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut Bau-Info-Consult. Die Marktforscher haben im Rahmen der jährlichen Trendstudie Jahresanalyse insgesamt 450 Bauunternehmer, Trockenbauer, Maler und SHK-Installateure um die Einschätzung gebeten, wie viel Prozent ihrer Materialeinkäufe in den vergangenen zwölf Monaten jeweils über die unterschiedlichen Einkaufkanäle abgewickelt wurden. Dabei zeigt sich, dass über die Hälfte des bezogenen Materials (zusammengenommen 52 Prozent) im Fachhandel (spezialisierter und allgemeiner (Baustoff)-Fachhandel) erworben wurde – egal, ob nun durch eine Telefonbestellung, per Fax, per E-Mail oder klassisch vor Ort an der Ladentheke. Damit ist der spezialisierte Fachhandel immer noch die erste Adresse für viele Bauakteure. 

Daneben hat sich der Hersteller-Direktvertrieb nach Ansicht der Bauakteure als feste Größe im Kanon der verschiedenen Distributionswege etablieren können. So geben die Befragten an, dass über ein Viertel ihres Materialeinkaufes aus 2017 (28 Prozent) direkt über die Produzenten realisiert wurde. Auch die Webshops haben für den Materialbezug der Bauakteure mittlerweile einen gewissen Stellenwert erreicht, denn 11 Prozent der verwendeten Produkte werden laut der Studie durch reine Webshopeinkäufe getätigt.

Über die Baumärkte wurden der Trendstudie zufolge lediglich sieben Prozent des gesamten Materialbezuges abgewickelt. Dabei handele es sich wohl eher um „Notkäufe“, so die Einschätzung von Bau-Info-Consult.