08.06.2018 Fachhandel

Hagebau legt neuen Report zu Marktpotenzialen im Holzhandel vor

Holzhandelstag 2018 in Berlin
Stellten den aktuellen Report auf dem Holzhandelstag in Berlin vor (v.l.): Philipp Trunkwalter (Abteilungsleiter Einkauf Hagebau Holzhandel), Benedikt Hüttemann (Hüttemann Holzfachzentrum, Düsseldorf), Lars Lepke (Abteilungsleiter Vertrieb Hagebau Holzhandel), Thomas Goebel (Geschäftsführer GD Holz) und Hartmut Goldboom (Geschäftsführer Hagebau Fachhandel). Foto: Hagebau

Die Hagebau hat im Rahmen ihres Holzhandelstages am 6. Juni in Berlin eine neue Studie vorgelegt, die die Marktentwicklungen und -potenziale des Holzhandels in Deutschland bis 2025 untersucht. Dabei wird die Struktur des Holzhandels in Deutschland analysiert, zukünftige Sortimentsentwicklungen unter die Lupe genommen und die Erwartungshaltung von Verarbeitern an den Handel insgesamt untersucht. „Mit dem Hagebau-Report 2018 legt der Hagebau-Fachhandel erneut eine Benchmark-Studie für die Branche vor“, sagte Hartmut Goldboom, Geschäftsführer Hagebau-Fachhandel. Nachdem die Kooperation mit Sitz in Soltau vor drei Jahren mit einer erstmaligen Studie zu den „mobilen Generalisten“ für Aufsehen gesorgt hatte, wurde nun ein Wachstumssektor der Bauwirtschaft analysiert. „Holz hat als nachwachsender und positiv auf die Wohngesundheit einzahlender, nachhaltiger Werkstoff in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wie sich die Märkte durch Nachfrage verändern werden.“ Schließlich gehe es darum, Wachstum für die Zukunft zu sichern und auszubauen, hieß es in Berlin.

„Ich bin zuversichtlich, dass es dem Hagebau-Fachhandel gelingt, die Informationen aus der Studie in konkrete Maßnahmen zu übersetzen und diese auszurollen“, zeigte sich Lars Lepke, Abteilungsleiter Vertrieb Hagebau-Holzhandel, vor Ort überzeugt. Im Wesentlichen sind folgende Trends zu beobachten: Zum einen hat der Baustoffhandel in den vergangenen Jahren seine Sortimente sukzessive ausgeweitet und Kompetenzen aufgebaut, die ursprünglich dem Holzhandel vorbehalten waren. Entsprechend haben die Baustoffhändler ihre Absätze im Bereich Holz und Holzprodukte bis 2017 stärker ausweiten können als die entsprechenden Holz-Fachhändler oder die Baumärkte.

Gleichzeitig treten vermehrt Akteure auf, die zu einer steigenden Komplexität in den Vertriebsstrukturen führen. Zwar hat die Filiale vor Ort nach wie vor eine große Bedeutung für den Verarbeiter, aber die Top-Kunden stehen immer stärker im Fokus von zusätzlichen Wettbewerbern wie Online-Herstellern oder überregionalen Wettbewerbern.

Diese Veränderungen in den Vertriebsstrukturen sind eng verknüpft mit den Verschiebungen bei Gebäudetypen, Produkten und Zielgruppen.

Eine weitere Herausforderung für den Holzhandel besteht im Übergang vom Neubau zur Renovierung. Mit der erwarteten Verlangsamung der Neubauaktivitäten ab voraussichtlich 2019 wird die Sanierung wieder an Bedeutung gewinnen. Das wird dem regionalen Holzhandel zugutekommen.