09.11.2017 Fachhandel

Hagebau-Fachhandel erwartet erneut Rekordjahr

Hagebau-Forum 2017
Geschäftsführer Hartmut Goldboom eröffnete das Forum. Foto: Hagebau

Mit rund 1.500 Besuchern ist gestern (8. November) das Fachhandelsforum der Hagebau in Berlin zu Ende gegangen. Erstmals gab es ein übergeordnetes Motto für die zweitägige Veranstaltung: „Stationär trifft online“. Fachhandelschef Hartmut Goldboom warnte bei der Begrüßung vor branchenfremden Unternehmen, die zunehmend auf den Markt drängen. Jeder fünfte Einkauf im Fachhandel finde heute bereits online statt. „Wir müssen gewappnet sein für das, was auf uns zukommt“, sagte Goldboom. „Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass uns niemand von außen angreifen kann.“ Der Fachhandel müsse online identischen Service und Komfort bieten, wie Verbraucher dies aus dem B2C-Bereich kennen. Eine Multi-Channel-Strategie sei alternativlos. Das Leistungspaket des Hagebau-Fachhandels müsse auf allen Kanälen verfügbar gemacht werden.

Die Umsatzentwicklung stellt sich laut Goldboom positiv dar. Das Geschäftsjahr 2017 werde für den Hagebau-Fachhandel und vermutlich auch für die gesamte Kooperation das erfolgreichste seit Bestehen. Der zentralfakturierte Umsatz soll laut Hochrechnung zum Jahresende auf 6,46 Milliarden Euro ansteigen. Der Fachhandel verzeichnet per Ende September ein Zuwachs von 4,8 Prozent, wobei sich die Sparten Baustoffe (+6,6 Prozent) und Fliese (+1,5 Prozent) positiv entwickelten, Holz (-1,3 Prozent) leicht negativ. „Wir gehen aber davon aus, dass sich die Sparte Holz bis zum Jahresende positiv entwickeln wird“, sagte Goldboom.

Die Hagebau präsentierte im Rahmen des Forums auch die Ergebnisse einer Befragung von 500 Lieferanten zu deren Zufriedenheit mit der Kooperation. 40 Prozent hätten geantwortet, sagte Einkaufsleiter Christian Rabe. Unzufrieden zeigten sich die teilnehmenden Industrien unter anderem hinsichtlich gemeinsamer Vertriebsaktionen und bemängelten fehlende Unterstützung bei der Stärkung von Herstellermarken. Auch in Sachen Digitalisierung sehen die Lieferanten noch deutlichen Nachholbedarf im Handel. Positiv werten sie unter anderem die Logistik-Leistungen der Hagebau-Gesellschafter. „Wir nehmen alle genannten Punkte sehr ernst und werden sie in unsere Überlegungen einfließen lassen“, sagte Rabe.