25.06.2020 Bauwirtschaft

Weniger Aufträge im Bauhauptgewerbe als im Vorjahr

Baugewerbe
Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April mit rund 7,4 Milliarden Euro auf einem hohen Niveau. Foto: Pixabay

Im Vorjahresvergleich war der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2020 kalenderbereinigt 5,3 Prozent niedriger. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank der reale Auftragseingang in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 kalenderbereinigt um 3,6 Prozent. Neben Basiseffekten aufgrund der außergewöhnlich hohen Auftragseingänge zum Jahresbeginn 2019 kann für diese Entwicklung laut dem Statistischen Bundesamt auch ursächlich sein, dass Unternehmen geplante Bauvorhaben aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Corona-Krise zurückgestellt haben.

"Das Coronavirus hinterlässt seine Spuren in der Baubranche. Der Rückgang der Auftragseingänge im April ist alarmierend und dämpft die Erwartungen an das zweite Halbjahr erheblich", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen. Dabei habe im April besonders der Orderzugang im anteilsstarken Hochbau gelitten; (nominal -10 Prozent). Betroffen seien vor allen Dingen der Wohnungsbau (cirka -12 Prozent) und der Gewerbehochbau (cirka -9 Prozent).

Nach weiteren Angaben der Wiesbadener Statistiker war der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2020 2,7 Prozent höher als im März 2020 (saison- und kalenderbereinigt). Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich sank das reale Volumen der saison- und kalenderbereinigten Auftragseingänge von Februar bis April 2020 gegenüber November 2019 bis Januar 2020 um 11,9 Prozent. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf die außergewöhnlich hohen Auftragseingänge im November zurückzuführen.

Nominal (nicht preisbereinigt) betrug der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2020 rund 7,4 Milliarden Euro. Das waren wegen der gestiegenen Baupreise nur 2,3 Prozent weniger als im April 2019 (7,6 Milliarden Euro), aber nach dem Rekordergebnis des Vorjahres ist es immer noch der zweithöchste Aprilwert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Auftragseingänge in den ersten vier Monaten 2020 nominal um 0,1 Prozent.

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