29.04.2020 Bauwirtschaft

Baugewerbe besorgt über Auftragslage

Felix Pakleppa
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. Foto: ZDB

Beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) schrillen die Alarmglocken. In einer heute (29. April) veröffentlichten Mitteilung sieht der Verband die Auftragslage in der Bauwirtschaft nachhaltig gefährdet. "Noch gelingt es den Bauunternehmen größtenteils, den Baustellenbetrieb unter großen Anstrengungen aufrechtzuerhalten. Allerdings zeichnet sich bereits ein massiver Nachfragerückgang ab. Daher brauchen wir jetzt gezielte Impulse zur Stützung der Konjunktur", sagt ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

In einer verbandsinternen Befragung gaben 40 Prozent der Bauunternehmen an, bereits von Auftragsstornierungen betroffen zu sein. 30 Prozent der Betriebe verzeichnen bereits einen Umsatzrückgang, heißt es. Auch die Geschäftserwartung für das zweite Halbjahr werde negativ bewertet. Zwar werde derzeit noch unter großem Aufwand versucht, den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten, allerdings sehen 80 Prozent der Befragten Störungen in den Abläufen. Fast die Hälfte der Unternehmen berichtet laut ZDB von Lieferengpässen (43 Prozent), ebenso führen Einschränkungen auf der Auftraggeberseite bei einer steigenden Zahl von Betrieben zu erheblichen Einschränkungen (43 Prozent). Befragt wurden 2.600 Unternehmen aus allen Sparten, von denen knapp 75 Prozent weniger als 20 Beschäftigte haben.

"Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um die Auftragslage halbwegs stabil zu halten. Dazu zählt vor allem ein Konjunkturpaket für die Kommunen, um diese bei ihren Investitionsaufgaben zu unterstützen. Darüber hinaus brauchen wir Wachstumsimpulse für den Wohnungsbau," so Pakleppa weiter.