24.04.2020 Bauwirtschaft

Bauindustrie senkt Umsatzprognose für 2020

Bauindustrie
Die Nachfrage in der Baubranche schwächt sich ab, Auftragsstornierungen nehmen zu. Foto: Pixabay

Die Aussichten für das Gesamtjahr trüben sich aus Sicht des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie ein. "Unsere Umsatzprognose für 2020 von Ende 2019 ist angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht mehr haltbar - trotz der vergleichsweise guten Umsatzzahlen in den ersten zwei Monaten 2020. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass unsere Branche im Gesamtjahr 2020 lediglich das nominale Umsatzniveau von 2019 erreichen wird. Im Dezember 2019 waren wir noch von einem nominalen Umsatzplus von 5,5 Prozent ausgegangen", sagt Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel.

Wie Babiel in einer Mitteilung des Verbands betont, werde ein Umsatzplus angesicht der zunehmenden Meldungen über Auftragsstornierungen, ausbleibende Ausschreibungen und Behinderung der Bautätigkeit zunehmend unrealistisch. Laut der in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft sei der Umsatz im Februar um 11,3 Prozent (real: +7,9 Prozent) gestiegen, für die ersten zwei Monate ergebe sich damit ein Plus von nominal 12,6 Prozent (real: +8,9 Prozent). Die Bedeutung der ersten zwei Monate sei aber vergleichsweise gering, diese würden noch nicht einmal 10 Prozent der gesamten Jahresbauleistung ausmachen.

"Fast 60 Prozent der von uns befragten Mitglieder sind von coronabedingten Einschränkungen betroffen. Aus diesem Grund rechnen wir damit, dass sich die Umsätze spätestens ab April schlechter entwickeln werden", so Babiel. "Die Baubetriebe sind zwar mit einem sehr hohen Auftragsbestand in das neue Jahr gestartet, wir befürchten aber, dass dieser zunehmend abschmilzt. Schließlich berichtet nahezu jedes vierte Bauunternehmen von Stornierungen, 45 Prozent von sinkender Nachfrage beziehungsweise fehlender Ausschreibungen, vor allem im kommunalen Bereich".

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