11.12.2019 Bauwirtschaft

Großteil aller Seniorenhaushalte nicht altersgerecht

Altersgerechtes Wohnen
85 Prozent aller Seniorenhaushalte hatten 2018 keinen stufenlosen Zugang zur Wohnung. Foto: Pixabay

Mehr als jede fünfte Person in Deutschland gehört zur Generation 65 plus. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung gewinnt auch das barrierearme und somit altersgerechte Wohnen an Bedeutung. Im Jahr 2018 hatten allerdings laut dem Statistischen Bundesamt 85 Prozent aller Seniorenhaushalte (Haushalte mit Personen im Alter ab 65 Jahren) keinen stufenlosen Zugang zur Wohnung. Neben nicht vorhandenen Stufen oder Schwellen tragen auch ausreichend breite Türen und ausreichend breite Flure zu einem barrierereduzierten Zugang zur Wohnung bei. Im Durchschnitt erfüllte 2018 nur jede zehnte Wohnung in Deutschland alle drei genannten Kriterien. In neueren Gebäuden ab dem Baujahr 2011 besaßen 44 Prozent der Wohnungen sowohl stufenlose Zugänge zur Wohnung als auch ausreichend breite Türen und Flure. In bis 1948 errichteten Altbauten lag der Anteil der Wohnungen mit einem barrierearmen Zugang dagegen nur bei 5 Prozent.

Im Hinblick auf die Bewegungsfreiheit innerhalb der Wohnungen zeichnen die Ergebnisse der amtlichen Statistik ein Bild mit vielen Hindernissen: Nur 2 Prozent der Wohnungen erfüllten alle Merkmale eines barrierearmen Wohnens - das heißt, sie boten genügend Raum in Küche und Bad, besaßen ausreichend breite Wohnungs- und Raumtüren sowie Flure, einen ebenerdigen Einstieg zur Dusche und hatten keine Stufen und Schwellen, die die Bewegungsfreiheit einschränken. Auch hier sind die Unterschiede zwischen Alt- und Neubauten groß: 1 Prozent der Wohnungen in Gebäuden mit Baujahr bis 1948 sind nach den genannten Kriterien komplett barrerierereduziert, bei einem Baujahr ab 2011 lag der Anteil der Wohnungen bei 18 Prozent.

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