26.08.2019 Bauwirtschaft

IW-Studie sieht mangelnden Wohnraum in Großstädten

Frankfurt am Main
Die Mieter in Großstädten haben weniger Platz zum Wohnen, so eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Foto: Pixabay

Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Kooperation mit dem Max Planck Institut für Gesellschaftsforschung, haben Mieter in Großstädten weniger Platz zum Wohnen. So sinken nach Angaben der Experten sowohl der Wohnflächenkonsum als auch die Durchschnittsgröße von neuen Wohnungen seit einiger Zeit. Darüber hinaus komme es auch zu sogenannten "Crowding-Phänomen". Dabei ist die Anzahl der Bewohner einer Wohnung höher als die Anzahl der Räume. Dies galt 2017 schon für 7,3 Prozent der Mieterhaushalte in Großstädten, 2010 waren es nur 5 Prozent. Hohe Neuvertragsmieten halten die Menschen laut der Studie außerdem davon ab, beispielsweise bei der Geburt eines Kindes in eine größere Wohnung zu wechseln. Dadurch werde der zur Verfügung stehende Wohnraum nicht optimal genutzt und verteilt.

Neben der hohen Nachfrage nach Wohnungen in Großstädten sehen die Forscher des IW ein weiteres Problem: Neu gebaute Wohnungen würden oftmals nur einen bestimmten Teil der Nachfrage decken. Besonders große und entsprechend teurere Wohnungen würden neu vermietet, der überwiegende Teil der Wohnungssuchenden könne sich diese Angebote nicht leisten.